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Der rothe Seeräuber : eine Erzählung / von John Fenimoore Cooper. Für die reifere Jugend frei bearb. von Franz Hoffmann
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Freude, der er in herzlichem, endloſem Lachen und Kichern Luft machte. Er war mit dem eben angeordneten Manöver viel zu an⸗ gelegentlich beſchäftigt, als daß er unmittelbar zu dem Gegenſtande hätte zurückkehren können, der ihn vorher noch ſo innig erfüllt hatte; der Gedanke an die Fortſetzung des Geſprächs kehrte auch nicht eher bei ihm ein, als bis die beiden Schiffe ein weites Waſſerfeld zwi⸗ ſchen ſich gelaſſen hatten, und jedes ſich in ſeinem eigenen Curſe leicht und ſicher bewegte.

„Mag er ſich das in ſein Logbuch ſchreiben, Mr. Arche,“ ſagte der reizbare alte Seemann, und kehrte zum Platze zurück, den Wilder in der Zwiſchenzeit nicht verlaſſen hatte.„Obgleich nun mein Koch einem Froſch keinen großen Geſchmack abgewinnen kann, ſo müſſen die, welche ihn kennen lernen wollen, zu ihm kommen. Bei Gott, es wird ihn Mühe koſten, wenn er zu rechter Zeit an⸗ kommen will.— Nun aber, wie gelangten Sie denn auf das Schiff? Dieſer ganze Theil Ihres Kreuzzugs bleibt unberührt!“

„Seit Sie meinen letzten Brief erhielten, habe ich Schiffbruch gelitten.“ 3

„Wie? hat der Teufel endlich den rothen Gentleman geholt?“. .„Das Unglück widerfuhr mir auf einem Briſtoler Schiff, an

deſſen Bord ich mich als eine Art Priſenmeiſter befand.— Er bleibt wahrlich in aller Gemächlichkeit nordwärts!“

„Laſſen Sie den jungen Laffen geh'n! Er wird mit beſſer'm Appetit zum Abendeſſen kommen.— Und ſo wurden Sie von Sr. Majeſtät Schiff, der Antelope, aufgefangen. Ahal ich ſehe das

Ganze. Einem alten Seethier brauchen Sie nur Curs und Kom⸗ paß zu geben, und er findet ſeinen Hafen in der finſterſten Nacht. Wie kam es, Sir, daß dieſer Mr. Howard that, als kenne er Ihren Namen nicht, da er ihn auf meiner Schiffsliſte erblickte?“

„Als kenne er ihn nicht? That er das? Vielleicht——“

„Genug, wackerer Junge, genug!“ unterbrach ihn Wilders vorſichtiger, aber heftiger Kommandeur.„Ich habe ſolcher Ver⸗ läugnungen genug erlebt; wir ſteh'n aber über ihnen, Sir, hoch über ihnen und ihren Frechheiten. Niemand braucht ſich zu ſchä⸗ men, menn er ſeinen Stand, wie Sie und ich, durch Arbeit und Mühſeligkeiten bei ſchönem Wetter und Stürmen erworben hat. Sturm und Bö! Herr, ich habe einmal einen von dieſen Glücks⸗