duntpfen Lachen;„nach Eurem Aeußern und nach dem Anſchein glaub' ich Euch mit Recht einen Seemann nennen zu dürfen. Meint Ihr, wir hätten bei dem Inventarium dieſes Schiffes die Ferngläſer vergeſſen, oder wir wüßten nicht, ſie zu gebrauchen?“
„Ihr müßt gute Gründe haben, daß Ihr ſo tief in die Schritte der Fremden auf dem Lande hineinſeht.“
„Hm, vielleicht erwarten wir unſere Ladung vom Lande. Aber Ihr ſeid wohl nicht ſo weit in dem Dunkel hierhergekommen, um unſere Papiere zu ſehen. Ihr wollt wohl den Kapitän ſprechen?“
„Hab' ich ihn nicht vor mir?“
„Wo?“ fragte der Andere mit einem Auffahren, welches ver⸗ rieth, daß er eine heilſame Ehrfurcht vor ſeinem Vorgeſetzten hegte.
„In Euch ſelbſt.“
„Ich, ich bin noch nicht ſo hoch in den Büchern gekommen, einſtens vielleicht. Aber Ihr bleibt auf dem Verdeck,“ fügte er ſchnell hinzu,„und der Kapitän erwartet Euch in der Kajüte. Folgt mir, ich will Euer Pilot ſein.“
„Halt!“ ſagte Wilder,„wäre es nicht beſſer, mich anzu⸗ melden?“ 4.
„Er weiß ſchon Alles.„Wenig geſchieht hier an Bord, das nicht ſeine Ohren erreicht, ehe es noch in's Lagerbuch kommt.“
Wilder machte keinen weitern Einwurf, ſondern erklärte ſich
bereit zum Gehen: Der Andere führte ihn nach einer Thür und liſpelte mehr, als daß er laut geſprochen: „Klopft zweimal; wenn er antwortet, geht hinein.“
Wilder that, wie ihm geſagt worden. Sein erſtes Anklopfen ward entweder nicht gehört oder nicht beachtet. Als er es wieder⸗ holte, hieß man ihn hereinkommen. Der junge Seemann öffnete die Thür mit einer Menge der mannigfaltigſten Gefühle, die ihre Löſung in den folgenden Theilen der Erzählung finden werden, und ſn alsbald unter dem Licht einer Lampe vor dem Fremden in
rün.
Das Zimmer, in welchem unſer Abenteurer ſich jetzt befand, bot keine geringen Auſſchlüſſe über den Charakter ſeines Bewohners. Nach Form und Verhältniſſen war es eine Kajüte von der gewöhn⸗ lichen Größe und Anordnung; aber in dem Geräthe und in den Gemächlichkeiten verrieth es eine ſonderbare Miſchung von Luxus


