Teil eines Werkes 
2. Theil (1824)
Entstehung
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Bord. Jedes Auge folgte den dahin ſchwim⸗ menden Maſten, als ſie die Wogen fortfuͤhrten. Wie in der Fieberhitze wollte Jeder ſehen, was ſich bei ihrem Anprallen an den Felſen, die ſo drohend entgegen traten, ereignen wuͤrde. Doch lange zuvor, ehe das Holz in die ſchaͤumende Brandung kam, wurde es vom wuͤthenden Ele⸗ mente dem Blick entzogen!

Die ganze Mannſchaft fuͤhlte, daß dies das letzte Mittel geweſen ſey. Mit jedem neuen tie⸗ fen Eintauchen des Ariel in's Meer, das gegen ſein Vorderkaſtell anſtuͤrmte, mußte man fuͤrch⸗ ten, der Anker werde den Grund verlaſſen, oder ſein Tau zerreißen.

Waͤhrend die getaͤuſchte Hoffnung ſie ſo noch hinhielt, ging Dillon ungehindert und unbemerkt im Schiffe auf und ab. Sein rollendes Auge, ſeine keuchende Bruſt, ſeine gewundenen Haͤnde, konnten unmoͤglich den Blick von Menſchen auf ſich ziehn, deren Gedanken nur mit Rettungs⸗ mitteln beſchaͤftigt waren. Jetzt verfolgte er in wahrer, innerer Verzweiflung die Wogen, die uͤber's Verdeck hinrollten. Er wagte ſich in die Gruppe, die um Tom's Kanone verſammelt war. Wilde Blicke, Rache drohend, fielen von allen Seiten auf ihn: allein er war zu beſtuͤrzt, um ſie zu bemerken.

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