Teil eines Werkes 
2. Theil (1824)
Entstehung
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A

Guͤte vermag bei den Menſchen, die un⸗ gluͤcklich ſind, oft mehr, als Furcht! ſagte ſie. Hier iſt eine Guinee. Geht an's Ende des Gangs, wo Ihr, wie hier, Alles ſehn koͤnnt. Wir wollen hineingehen, und ſie zu bereden ſu⸗ chen, Alles zu geſtehen. 1

Der Soldat nahm das Goldſtuͤck, und ſah erſt etwas ungewiß herum. Dann aber willigte er doch ein. Es war ihm klar, daß eine Flucht anders, als die Treppe hinab, unmoͤglich ſey. Als er zu weit war, um die Maͤdchen verſtehn zu koͤnnen, drehte ſich Alix zu ihren Freundinnen. Eine leichte ſieberhafte Roͤthe uͤberzog ihre Wan⸗

gen, als ſie ſprach:

Es waͤre Thorheit, wollte ich's Euch ver⸗ bergen, daß ich hier den Mann zu finden er⸗ warte, deſſen Stimme ich geſtern Abend in der That gehoͤrt haben muß. Nicht eingebildete Toͤne waren es, wie ich thoͤricht, wenn auch nicht ſuͤndlich, vermuthete. Ich hielt ihn fuͤr todt. Jetzt glaub' ich, er ſey in dieſem unnatuͤrlichen Kriege ein Streit⸗ genoſſe der rebelliſchen Amerikaner. O! ſchilt nicht, Katharine. Bedenke, daß ich auf dieſer Inſel ge⸗ boren bin. Ich komme nicht hieher, meinem eitlen, ſchwachen Herzen zu froͤhnen, liebe Cecilie, ſondern nur Menſchenblut zu ſparen. 44

Sie hielt inne.