Teil eines Werkes 
2. Theil (1826)
Entstehung
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ſo lieblichen Anblick gewaͤhrt hatte, erſchien nun gleich einer gemalten Allegorie des Lebens, in der alle Gegenſtaͤnde mit ihren grellſten, aber treuſten Farben dargeſtellt ſind, ohne durch abwechſelnde Schatten und Lichter hervorgehoben zu werden.

Von den daruͤber hinſtreifenden Windſtoͤßen bewegt, wurden die einzelnen duͤrren Grashalme auf eine ſchauerliche Art ſichtbar; die ihre Gipfel kuͤhn in die Luft ſtreckenden, felſigten Berge zeig⸗ ten ihre unfruchtbare Nacktheit zu deutlich; und vergebens ſuchte das Auge ſelbſt in den unbegraͤnz⸗ ten Raͤumen des Himmels eine Erholung; ſie waren dem Blicke durch eine dunkle Maſſe zer⸗ riſſener, verwirrt durcheinander treibender Dunſt⸗ wolken entzogen.

Der Wind blies abwechſelnd und ungleich;

zuweilen ſtrich er langſam dicht uͤber den Boden hin und ſchien ſeine Klagen in das kalte Ohr

der Todten zu fluͤſtern; dann erhob er ſich wieder zu einem gellenden traurigen Gepfeif, drang mit

Heftigkeit in den Wald hinein, und ſtreute das

Laub und die Zweige, die er auf ſeinem Wege antraf, in der Luft umher. Mitten in dieſem Aufruhre der Natur kaͤmpften in der Luft einige hungrige Raben mit dem Sturme; kaum aber hatten ſie den gruͤnen Ocean von Waͤldern, ſich unter ihnen ausdehnte, uͤberflogen, al