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tes Frauenzimmer zu ertragen im Stande iſt, ſich ſchamvoll niederſenkten. Waͤhrend ſie vor Entſetzen ſchauderte und in der Beſorgniß ſtand, ihre Ohren von noch ſchrecklichern Vorſchlaͤgen, als der letztere war, verwundet zu fuͤhlen, ant⸗ wortete Maqua's Stimme in ihren tiefſten, bos⸗ hafteſten Toͤnen:
„Wenn dann der Nuͤcken des Huronen von Streichen zerfleiſcht wuͤrde, ſo wuͤſſte er ein Weib zu finden, die ſeine Schmerzen mitfuͤhlte. Die
Tochter Munro's wuͤrde ihm ſein Waſſer ſchoͤpfen,
ſeinen Mais behacken und ſein Wildpret kochen. Der Leib des Graukopfs wuͤrde zwiſchen ſeinen Kanonen ſchlafen, ſein Herz aber in dem Be⸗ reiche von le Subtil's Meſſer liegen.“— „Scheuſal! mit Recht verdienſt Du Deinen verraͤtheriſchen Namen!“— rief Cora in einem unbezaͤhmbaren Ausbruche kindlichen Unwillens; „nur ein Teufel konnte eine ſolche Rache erden⸗ ken! Du uͤberſchaͤtzeſt aber Deine Macht! Du ſollſt finden, daß es wirklich Munro's Herz iſt, was in Deiner Gewalt iſt, daß es aber Deiner aͤußer⸗ ſten Bosheit Trotz bieten wird.“ 1 Deer Indianer beantwortete dieſe kuͤhne Auf⸗ forderung mit einem graͤßlichen Laͤcheln, welches die Unveraͤnderlichkeit ſeines Entſchluſſes anzeigte, und winkte ihr ſich zu entfernen, als ob er dieſe
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