Teil eines Werkes 
3. Theil (1832)
Entstehung
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nicht groͤßer iſt, als das von Tauſenden, welche ihre Pflichten zu erfuͤllen ſtreben.«

»Dies iſt der Unterſchied zwiſchen dem unruhi⸗ gen Ocean und dem ruhigen Bach, zwiſchen der Eiche und dem Rohr! Der Strom Deines friedli⸗ chen Daſeins kann augenblicklich durch irgend ein Ereigniß getruͤbt werden, aber die glatte Oberflaͤche kömmt bald wieder zum Vorſchein, und das Ele⸗ ment iſt klar und fleckenlos, wie zuvor! Dein Le⸗ benslauf gleicht der hellſtroͤmenden, reinen Quelle, der meine dem Gießbach, der von Fels zu Felſen ſpringt. Du hatteſt Recht, als Du ſagteſt, daß Gott uns nicht fuͤr einander geſchaffen habe.«

Was die Natur immer zu Gunſten unſerer Neigungen und Wuͤnſche gethan haben mag, Odo, ſo hat doch die Vorſicht, haben die Gebraͤuche dieſer Welt Hinderniſſe in den Weg gelegt.«

Der Einſiedler betrachtete ihr mildes Antlitz mit ſo ſtarren und flammenden Blicken, daß ſie die ih⸗ rigen zu Boden ſchlug.

Nein«, ſagte er in lebhafter Bewegung,»Him⸗ mel und Erde haben eine verſchiedene Beſtimmung, der Loͤwe und das Lamm verſchiedene In⸗ ſtincte!«

»Ungerne hoͤre ich eine ſolche Geringſchaͤtzung

Heidenmauer. III. 15