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ſeine Unruhe los geworden waͤre. Doch vermochte ihn eine Art kriegeriſchen Inſtinctes, zum boͤſen Spiel gute Miene zu machen, und als er ſeine Rathsgenoſſen anredete, that er dies mit Heiterkeit, wie wenig auch ſein Herz dieſelbe fuͤhlte.
„»Wohlan, Bruͤder«, ſagte er, indem er die wohl⸗ bekannten Geſichter, die ihn umringten, mit obrig⸗ keitlichem Ernſt anblickte,»dieſe wichtige Angele⸗ genheit iſt endlich gluͤcklich, und, da ſie ohne Blut⸗ vergießen vollbracht wurde, ſo kann man ſagen, auch friedlich beigelegt worden. Die Benedictiner ſind abgezogen, und wenn gleich der vortreffliche Abt in einer benachbarten Abtei Poſto gefaßt hat, und durch hohe Worte diejenigen zu erſchrecken ſucht, welche an gefaͤhrlichere Wurfwaffen nicht gewoͤhnt ſind, ſo wird es doch lange dauern, bevor wir die Glocke von Limburg im Jaͤgerthale wieder werden toͤnen hoͤren.⸗
»Das kann ich beſchwoͤren«, rief der Schmid, der unter den geringeren Buͤrgern ſtand, welche ſich aus Ehrfurcht fuͤr ihre Obern in einer Ecke des Rathsſaales zuſammengedraͤngt hatten,»mein eige⸗ ner Hammer hat dazu beigetragen, das wohltoͤnende Inſtrument zu verſtimmen!«
»Wir ſind hier verſammelt, um die ferneren


