Teil eines Werkes 
2. Theil (1832)
Entstehung
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Berthold kaͤmpfte mit dem Benedictiner, Nie⸗ mand aber konnte ſehen, was zwiſchen ihnen vor⸗ ging. Abermals donnerte Gekrache, und das ganze Pflaſter ergluͤhte von den niedergeſunkenen Braͤn⸗ den. Die Querbalken brachen, hoͤher ſchlugen die Flammen empor, Alles deutete auf ein baldiges Ende. Das Innere glich einem Gluthregen, wie man ihn oͤfters bei Kunſtfeuerwerken ſieht, und die Erde bebte von dem Einſturz des gewaltigen Baues. Es giebt Schrecken, welche wenige menſchliche Au⸗ gen aushalten koͤnnen. In dieſem Augenblicke- war faſt jedes Antlitz verhuͤllt, jedes Haupt abge⸗ wendet. Allein dieſe Bewegung dauerte nur einen Moment. Als man das Innere ſah, glich es einem feurigen Ofen. Der Altar ſtand noch, und Johann behauptete wunderbarer Weiſe noch immer ſeinen Poſten. Berthold war verſchwunden. Die Geberden des Benedictiners waren wilder als je, und ſeine Mienen die eines Mannes, der den Ver⸗ ſtand fuͤr immer verloren hat. Er hielt ſich jedoch nur noch einen kurzen Augenblick auf den Fuͤßen, dann ſank er um, und ſein Leib kruͤmmte ſich wie ein gruͤner Zweig, den die Flammen verſengen.