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Nahrung von den Benedictinern verdauet worden iſt, uͤber die Lehren, die Du von der tugendhaften Ulrike erhalten haſt! Hieher, voran! wie es einem wackeren Kriegsmann ziemt, und laß Deine Weis⸗ heit in dieſer Verlegenheit hoͤren!«
»Es ſcheint mir, daß unſer Werk ſo ziemlich vollbracht iſt, Graf Emich«, antwortete der Buͤr⸗ germeiſter, indem er ſich jenem Anſinnen fuͤgte, „meine getreuen Staͤdter ſind in den Capellen und in den Gruͤften nicht muͤßig; der Hammer jenes Schmids geht mit einem Engel um, als waͤre es ein rohes Stuͤck Eiſen. Jeder Streich laͤßt eine Spur zuruͤck, die kein Meißel je wieder vernichten kann.«
Moͤgen die Schelme ſich erluſtigen; jeder Streich wird durch die Erinnerung an irgend eine harte Buße verſchaͤrft. Du ſiehſt, daß ſie die Beichtſtuͤhle zuſammenſchlagen, um ſie anzuzuͤnden! Das heißt, den Feind im Centrum angreifen. Aber, wie kommt es, Heinrich, daß Dein vortreffliches Weib Dich auf Deinen Fehden gegen die Kirche begleitete? Bei dem juͤngſten Gerichte! wenn Irmengard ſo geſinnt waͤre, ſo wuͤrden wir in unſerem Schloß wenig Hoffnung auf Seligwerdung haben.«
»Ihr thut meinem Weibe Unrecht, denn Ulrike war hier, um zu beten, nicht um zu ermuthigen.«
»Du haͤtteſt die Erklaͤrung ſparen koͤnnen, denn nie bedurfte ein Kriegsmann einer ſolchen Ermu⸗ thigung! Du wußteſt wohl um den Beſuch,— ha — Du wußteſt darum, wuͤrdiger Buͤrgermeiſter?«
»Um aufrichtig zu ſprechen, Graf Emich, ich glaubte die Frau an einem anderen Orte.«


