Teil eines Werkes 
1. Theil (1832)
Entstehung
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Da vergißt Du der verdammenswerthen Ketze⸗ reien, die er predigt, und des Beweggrundes, der ihn dazu trieb. Ein Menſch, der Leib und Seele wegen einer ſuͤndhaften Nonne verkaufen kann, hat wenig Anſpruch auf Deine Liebe!«

Eine leichte Roͤthe uͤberflog das Antlitz des Va⸗ ter Arnulph.

»Man hat ihm dieſe niedrige Leidenſchaft zu⸗ geſchrieben«, antwortete er,»und hat zu beweiſen verſucht, daß der Wunſch, die Freuden dieſer Welt zu genießen, ſeiner Auflehnung gegen die Kirche zum Grunde liegt; ich aber glaube es nicht, und ſage es nicht.«

»Bei dem allwahren Gotte, Du biſt Deines heiligen Amtes wuͤrdig, Herr Prior, und ich ehre Deine Maäßigung. Gaͤbe es hier mehr Deines Glei⸗ chen, ſo wuͤrden wir eine beſſere Nachbarſchaft und weniger Einmengung in fremde Angelegenheiten haben. Uebrigens ſehe ich die Nothwendigkeit nicht ein, eine Nonne oͤffentlich zu heirathen, denn man kann auch unter einer Kapuze die Freuden des Le⸗ bens ſehr wohl genießen.

Der Noͤnch antwortete nicht, denn er ſah ein, daß er es mit einem Manne zu thun habe, der nicht im Stande war, ſeinen Charakter zu begreifen.