Teil eines Werkes 
1. Theil (1832)
Entstehung
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erhob ſich die Kanzel. Ein Moͤnch verließ nach beendigter Meſſe ſeinen Chorſtand, ſchritt durch die Menge, und ſtieg die Stufen der Kanzel empor, um zu predigen. Seine niedrige, ruͤckwaͤrts gebo⸗ gene Stirne, das ruhige, aber ſtiere Auge, und die Unbeweglichkeit der Geſichtszuͤge, wuͤrde einen Phy⸗ ſiognomen in ihm ſogleich den Enthuſiaſten haben erkennen laſſen. Sprache und Anſichten des Pre⸗ digers ſtraften die Erwartung, die ſein Aeußeres erregte, keineswegs Luͤgen. Er malte mit feurigen Worten die Gefahren des Suͤnders, ſchraͤnkte die Hoffnung auf ewige Seligkeit in enge, metaphy⸗ ſiſche Grenzen ein, und berief ſich haͤufig auf die Furcht und andere unedle Gefuͤhle der Zuhoͤrer. Waͤhrend die groͤßte Anzahl derſelben mit ſtumpfer Gleichguͤltigkeit zuhoͤrte, und die Monumente und die uͤbrige Ausſchmuͤckung des Tempels betrachtete, ſammelte ſich eine kleine Schaar verwandter Gei⸗ ſter um die Saͤule unter dem Predigtſtuhl, und ſympathiſirte tief mit dem Gemaͤlde, das der Pre⸗ diger von ewigem Schmerz und endloſer Pein entwarf.

Die ſtrenge, zuͤrnende, vorwurfsvolle Rede des Vater Johann war bald zu Ende, und ſo wie er nach dem Chore zuruͤckſchritt, erhob ſich der Abt,