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Der Kettenträger, / von J. F. Cooper
Entstehung
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wenig zurückgeſchreckt durch den Anblick des Sarges, meine liebe, ehrwürdige Großmutter ſelbſt!

So waren denn alſo hier beinahe ſämmtliche Mitglieder des Hauſes Littlepage verſammelt, nebſt zwei oder drei nahen Freun⸗ den, die nicht demſelben angehörten. Frank Malbone war un⸗ ter dieſen, und ohne Zweifel hatte er ſeine Geſchichte ſchon er⸗ zählt, ſo daß unſere Beſuche durch unſern Aufzug nicht überraſcht werden konnten. Andererſeits war es auch mir nicht ſchwer, mir zu erklären, wie das Alles ſo gekommen. Franks Bote hatte die Geſellſchaft zu Fiſhkill getroffen, hatte ſeine Nachrichten überbracht; Alle hatten ſich auf den Flügeln der Liebe und der Beſorgniß in Bewegung geſetzt, und da waren ſie jetzt. Die Reiſe war auch nicht außerordentlich raſch von Statten gegangen, denn es war ſeit dem Augenblick, wo meine Gefangenſchaft bei den Squatters zuerſt zur Kenntniß der Meinigen gelangt war, und dem jetzigen, ſo viel Zeit verfloſſen, daß man hätte eine Botſchaft nach Lilaksbuſh ſchicken und Antwort darauf erhalten können.

Kate erzählte mir nachher, wir hätten einen ſtattlichen und feierlich ausſehenden Zug gebildet, wie wir mit dem Leichnam Ket⸗ tenträgers uns dem Thore von Ravensneſt näherten. Voran mar⸗ ſchirten Susqueſus und Jaap, Beide bewaffnet, und der Letztere auch eine Art führend, indem er, wenn es nöthig war, auch die Obliegenheiten eines Pioniers erfüllte. Sodann kamen die Träger und Begleiter, zwei und zwei, bewaffnet, als zu dem Geleite ge⸗ hörend und Päcke tragend; darauf folgten die Pferde mit der Bahre, jedes von einem Manne geführt; ich war der erſte Leid⸗ tragende, aber auch bewaffnet, wie die Uebrigen, und Kettenträgers

arme Sklaven, jetzt das Eigenthum von Dus, beſchloßen den Zug, und trugen ſeinen Kompaß, ſeine Meßketten, und die übrigen Ab⸗ zeichen ſeines Berufes.

Wir machten nicht Halt, ſondern zogen an der auf dem Raſen verſammelten Gruppe vorbei, durch den Thorweg, und blieben