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Der Kettenträger, / von J. F. Cooper
Entstehung
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wiſſen, daß er keine Feinde zurückläßt. Man ſagt, es ſei das Beſte, die guten Wünſche eines Hundes für ſich zu haben, und wie viel beſſer iſt es doch, die guten Wünſche eines Menſchen für ſich zu haben, der eine Seele hat, die nur der Reinigung bedarf, um die ganze Ewigkeit hindurch in der Gegenwart und vor dem Antlitz des Allmächtigen zu wohnen.

Ich hoffe und glaube, brummte Tauſendacres wieder,daß in der Welt, wohin wir gehen, kein Geſetz und keine Sachwalter ſein werden.

Hierin, Aaron, ſeid Ihr in großem Irrthum. Jenes Land iſt ganz Geſetz und Recht und Gerechtigkeit, obwohl Gott ver⸗ zeihe es mir, wenn ich irgend einem Menſchen Unrecht thue, aber um ganz offen mit Euch zu ſprechen, wie es zwei Sterblichen ge⸗ ziemt, die ihrem Ende ſo nahe ſind, ich ſelbſt nicht glaube, daß dort viele Sachwalter ſein werden, die Diejenigen beunruhigen könnten, die da aufgenommen ſind in die Höfe und Hallen des Allmächtigen ſelbſt. Ihr Thun und Beruf auf Erden macht ſie noch nicht tüchtig für das Thun und den Beruf des Himmels.

Wenn Ihr immer ſolche vernünftige Begriffe gehabt hättet, Kettenträger, ſo hätte Euch wohl kein Leid betroffen, und mein Leben und das Eurige wären verſchont geblieben. Aber dieß iſt ein Zuſtand, wo die Kurzſichtigkeit den Sieg davon trägt über die beſten Berechnungen. Ich war nie meiner Sache gewiſſer, Nutz⸗ holz zu Markte zu bringen, als ich es vor drei Tagen zu ſein glaubte, das, was jetzt im Fluſſe liegt, wohlbehalten nach Albany zu bringen; und jetzt ſeht Ihr, wie es iſt! Die Jungen ſind zer⸗ ſtreut und ſehen vielleicht dieſen Platz nie wieder; die Mädchen ſind in den Wäldern und rennen herum mit dem Wild des Forſtes; das Holz iſt in die Hände des Geſetzes gefallen, und zwar mit Beihilfe eines Mannes, welcher ehrlicherweiſe verpflichtet war, mich zu beſchützen, und ich liege hier ſterbend!

Denkt nicht mehr an das Holz, mein Mann, denkt nicht