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Der Kettenträger, / von J. F. Cooper
Entstehung
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wohl ſchwerlich vom Leben ſich losreißen, ohne die Annäherung des Todes zu fühlen. Ich will ſogleich an ſein Bett gehen, damit er ſieht, ich bin hier. Es iſt am beſten, ſeine eigene Empfindung entſcheiden zu laſſen, ob er im Stande iſt, zu ſprechen oder nicht.

Der Ton von Kettenträgers Stimme, welcher leiſe, aber deutlich ſprach, kam uns zu Ohren, als wir ihm näher traten, und wir blieben Alle ſtehen, um zu lauſchen.

Ich ſage, Tauſendacres, wiederholte Andries etwas lauter als zuvor,wenn Ihr mich hört, alter Mann, und mir antworten könnt, wünſche ich, daß Ihr mich dieß wiſſen laßt. Ihr und ich, wir ſind im Begriff, eine ſehr lange Reiſe anzutreten, und es iſt unvernünftig, ſo wie ſündhaft, mit böſen Gefühlen im Herzen auf⸗ zubrechen. Wenn Ihr nur auch eine ſolche Nichte gehabt hättet, wie Dus hier, um Euch dieſe Dinge zu ſagen, alter Aaron, ſo möchte es wohl für Eure Seele beſſer ſein in der Welt, in welche wir Beide hinüberzugehen im Begriff ſind.

Er weiß es gewiß weiß er es, und fühlt es auch, mur⸗ melte Prudence, ſich wieder wie zuvor unruhig hin und her wiegend. Er hat fromme Vorfahren gehabt und kann nicht ſo weit von der Gnade abgefallen ſein, daß er Tod und Ewigkeit vergeſſen hätte.

Seht Ihr, Prudence, Aaron konnte nie abfallen von dem, an was er nie ſich gehalten hatte. Was die frommen Vorfahren betrifft, ſo mag man von ihnen immerhin ſchwatzen in den Reden am vierten Julius, aber ſie können nicht viel gelten, wenn es ſich darum handelt, einen Mann von ſeinen Sünden zu reinigen. Ich glaube, die frommen Vorfahren, von welchen Ihr ſprecht, waren die Leute, die zuerſt auf dem Fels bei Plymouth landeten; aber laßt mich Euch ſagen, Prudence, wären ihrer auch zweimal ſo Viele geweſen, und wären ſie Alle zweimal ſo gut geweſen, als Ihr von ihnen rühmt, es wird Eurem Mann nichts helfen, wenn er nicht Buße thun will, und all' das Unrecht und die Sünden be⸗ reuen, die er in dieſer Welt gethan hat, und ſeine Mißachtung