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aber was das Geld betrifft, ſo werdet Ihr durch dieſen Zufall in keinen Verluſt kommen.“
„Erwähnt nichts der Art, ich bitte Euch dringend, Ketten⸗ träger; ich weiß, mein Vater würde mit Freuden ſeinen beſten Hof darum geben, Euch aufrecht und geſund wieder erſtehen zu ſehen, wie Ihr noch vor zwanzig Minuten waret.“
„Nun, ich glaube gern, das mag wahr ſein, denn ich habe den General immer wohlwollend und freundſchaftlich gegen mich gefunden. Ich will Euch ein Geheimniß entdecken, Mordaunt, das ich nie bisher einem ſterblichen Menſchen geoffenbart, aber das jetzt noch länger zu bewahren nutzlos wäre, und das ich Euch gerne ſchon lange mitgetheilt hätte, wenn nicht der General ſelbſt ge⸗ wünſcht hätte, daß ich nicht davon ſpreche—“
„ Vielleicht wäre es beſſer, mein guter Freund, wenn Ihr mir dieß Geheimniß ein ander Mal mittheiltet. Das Sprechen könnte Euch ermüden und aufregen, während Schlaf und Ruhe Euch viel⸗ leicht wohl thun mag.“
„Nein, nein, Junge— alle Hoffnung der Art iſt eitel und nichtig. Ich werde nicht mehr ſchlafen, bis ich den letzten langen Todesſchlaf ſchlafen werde; ich fühle mit Beſtimmtheit, meine Wunde iſt tödtlich, und daß mein Stündlein bald kommen muß. Dennoch macht mir das Sprechen keine Schmerzen; und, Mordaunt, mein theurer Junge, Freunde, die im Begriffe ſtehen, ſich für ſo lange Zeit zu trennen, ſollten ſich nicht trennen, ohne vor dem Abſchied noch ein Wort mit einander zu ſprechen. Namentlich würde es mir eine Freude machen, einem Sohn all' die Güte und Freund⸗ ſchaft zu erzählen, die ich von ſeinem Vater empfangen und ge⸗ noſſen habe. Ihr wißt ſelbſt recht gut, Mordaunt, daß ich in den Zahlen nicht ſtark bin; und woher das kommt, das iſt mir ein Gegenſtand der Verwunderung und des Staunens, denn mein Groß⸗ vater Van Syce war ein Wundermann in der Arithmetik, und der erſte Coejemans in dieſem Lande, ſagt man, führte alle Rechnun⸗


