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ſtänden vernommen hätten. Aber Andries Coejemans hegte nie
ein Mißtrauen gegen einen Sterblichen, der für gewöhnlich ſein Vertrauen beſaß; und es iſt die Frage, ob er je in Betreff meiner in irgend einer Hinſicht einen Zweifel hegte,— was vielmehr die Folge ſeines, als meines Charakters war. Statt Unruhe oder Mißfallen an den Tag zu legen, wandte er ſich gegen mich, ſein ganzes Geſicht verklärt von der Zärtlichkeit, die er für ſeine Nichte fühlte, und ſagte:
„Das Mäͤdel iſt ein vortreffliches Mädel, Mordaunt, ein Kapital⸗ geſchöpf! Es würde Euch im Herzen wohlgethan haben, ſage ich, hättet Ihr ſie die Kette tragen ſehen! Eurem Geldbeutel hat der Monat, den ſie arbeitete, keinen Eintrag gethan, obwohl ich nicht haben möchte, daß Ihr glaubtet, ich habe ſie wie einen Mann ge⸗ rechnet— nein,— ſie iſt berechnet nur zum halben Taglohn, denn Weiberarbeit bleibt einmal Weiberarbeit; aber ich glaube, bei mei⸗ nem Gewiſſen, wir wurden in dieſem Monat mit mehr Grund und Boden fertig, als wenn wir den beſten Mann gehabt hätten, der in dieſem Theile der Welt für Geld zu miethen geweſen wäre,— ja, wahrhaftig, das glaube ich!“
Wie ſonderbar klang mir das Alles! Arbeit, von Dus Mal⸗ bone verrichtet, mir angerechnet und berechnet zum halben Preiſe! Wir ſind die Geſchöpfe des konventionellen Lebens und Herkommens, und die Sklaven von Anſichten und Meinungen, deren Herkunft wir ſelbſt nicht kennen. Ich hatte die Begriffe meiner Kaſte, an⸗ geeignet und eingeſogen in der ſtillen, einſchmeichelnden Schule der unbewußten Angewöhnung, worin unſere Charaktere insgeſammt gebildet werden; und nur das förmliche Bedürfniß und der Mangel hätte mich dahin bringen können, von irgend einem Individuum eine Belohnung in Geld anzunehmen für irgend einen geleiſteten perſönlichen Dienſt. Ich hatte keine Berufsart, und es ſchickte ſich nach unſern Begriffen für einen Gentleman nicht, Geld anzunehmen für perſönliche Dienſte, die außerhalb der Sphäre eines beſtimmten


