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Der Kettenträger, / von J. F. Cooper
Entstehung
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freie Bahn eröffnet iſt, dadurch, daß etwas Anderes als das Recht gilt und herrſcht.

Ich weiß nicht, es mag wohl ſo ſein; aber ich behaupte, daß wir keine Squatter ſind. Es find aber hier herum furchtbare Squatter, und auch auf Euren Ländereien, wie man ſagt.

Auf meinen Ländereien! Das thut mir leid zu hören, denn

ich fühle mich verpflichtet, mich derſelben zu entledigen. Ich weiß recht gut, daß der große Ueberfluß von Land, den wir hier haben, ſein vergleichungsweiſe geringer Werth, und die Entfernung, in welcher die Eigenthümer meiſt von ihren Beſitzungen leben, zu⸗ ſammen die Leute gleichgültig gemacht haben gegen die Rechte Derer, welche wirkliches Eigenthum beſitzen; und ich bin gefaßt, die Dinge vielmehr ſo anzuſehen, wie ſie bei uns, als wie ſie in älteren Ländern ſind; aber Squatter werde ich keine dulden! Nun, nach Allem, was ich höre, glaube ich, Ihr werdet den alten Andries, den Kettenträger, einen Squatter der erſten Klaſſe nennen. Man ſagt mir, der alte Knabe ſei von der Armee zurückgekommen ſo wild wie eine Pantherkatze, und man könne gar nicht mehr mit ihm reden wie in alten Zeiten.

So ſeid Ihr wohl eine alte Bekannte des Kettenträgers?

Das will ich glauben! Tinkum und ich haben uns in un⸗ ſerem Leben tüchtig in der Welt herumgetrieben; und der alte Andries iſt ein verzweifelter Burſche für die Wälder. Er vermaß einmal für uns, oder vielmehr maß er nur zur Hälfte ein anderes Anweſen; aber er zeigte ſich als ein ſchmählicher Spitzbube, ehe er nur zur Hälfte mit dem Geſchäft zu Ende kam; und ſeit der Zeit haben wir nicht mehr viel auf ihn gehalten.

Der Kettenträger ein Spitzbube! Andries Coejemans kein durch und durch ehrlicher Mann! Ihr ſeid die erſte Perſon, Mrs. Tinkum, die ich je habe bezweifeln hören, daß ſeine Ehrlichkeit nicht treu und gediegen ſei wie Gold!

Das alte Gold cirkulirt und curſirt nicht mehr, glaube ich,