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Der Kettenträger, / von J. F. Cooper
Entstehung
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während der angenehmen Jahreszeit oft ſehen; aber von Mordaunt wird dieß der letzte Beſuch ſein, bis die kalte Witterung wieder eintritt.

Wird Mr. Littlepage Reiſen machen? fragte die junge Lady mit gerade ſo viel Theilnahme, als die gute Sitte erforderte, und nicht ein Tüttelchen mehr;denn Lilaksbuſh iſt nicht ſo entfernt, daß er nicht jede Woche wenigſtens einmal herüberreiten könnte, um ſich nach Eurem Befinden zu erkundigen.

Oh, er geht ſehr, ſehr weit fort, und an einen Ort der Welt, an welchen ich nur mit Schaudern denken kann!

Miß Bayard ſchien jetzt wirklich betroffen und ſehr erſtaunt; und ſie heftete ihre ſehr ſchönen Augen fragend auf mich, obgleich ſie mit der Zunge nichts ſagte.

Es iſt Zeit, daß ich es erkläre, damit nicht Miß Bayard meine, der Ort meiner Beſtimmung ſei China, wohin jetzt alle amerikaniſchen Abenteurer zu ſtreben ſcheinen. Ich werde jedoch den Staat nicht verlaſſen.

Da der Staat einen ziemlichen Umfang hat, erwiederte Priscilla,kann nach der Empfindung einer Großmutter ein Enkel weit genug entfernt ſein, wenn er ſich am entgegengeſetzten Ende deſſelben befindet. Vielleicht beſucht Ihr den Niagara, Major Littlepage? ich habe von einigen Gentlemen gehört, welche einen ſolchen Ausflug beabſichtigen; und recht freuen ſoll es mich, wenn die Wege in einem ſolchen Zuſtande ſind, daß auch Frauen von der Partie ſein können.

Und hättet Ihr den Muth, von einer ſolchen Partie zu ſein? fragte meine Großmutter, mit Begierde Alles, ſelbſt das Geringſte, ergreifend, was ihre Wünſche unterſtützen konnte.

Pris Bayard ſchien zu fürchten, ſie ſei zu weit gegangen; denn ſie erröthete gar reizend, ehe ſie antwortete.

Ich wüßte nicht, Mrs. Littlepage, daß irgend ein beſonderer Muth dazu erforderlich ſein ſollte, ſagte ſie;es iſt wahr, es

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