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Wyandotté, oder das Blockhaus
Entstehung
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das Schloß der inneren Pforte noch feſt verriegelt. Der Schlüſſel wurde aufgefunden und alsbald der Eingang in den Hof eröffnet.

Welch' ein Augenblick für Maud, als ſie, nachdem ſie kaum die Ueppigkeit ihrer engliſchen Heimath verlaſſen, den Schauplatz ihrer Jugend wieder betrat, deſſen ſie ſich ſo oft und ſo gerne erinnert hatte. Ueppiges Gras wucherte im Hofe, verſchwand aber bald vor den Sicheln, welche man in Erwartung ſolcher Dinge mitgebracht hatte. Dann wurden alle Thüren geöffnet und das ganze Haus emſig durchſucht.

Alles wurde noch ganz in derſelben Lage getroffen, wie man es verlaſſen hatte; nur ein ganz klein wenig Staub hatte ſich im Lauf der Zeiten angeſammelt.

Maud ſtand noch immer in der Blüthe weiblicher Schönheit; ſie war voll warmen Gefühls und noch eben ſo offen, eben ſo lauter als damals geblieben, da ſie dieſe Wälder verlaſſen hatte: nur ihr ſchwärmeriſches Weſen hatte ſich im Verkehr mit der Welt ein wenig gemäßigt. Arm in Arm mit Willoughby ging ſie von einem Zimmer zum andern, ohne daß ihnen ſonſt Jemand folgen durfte.

Die gewöhnlichen Hausgeräthſchaften waren bei dem damaligen Auszuge alle zurückgelaſſen worden, da man das Blockhaus im Laufe weniger Jahre wieder bewohnt zu ſehen hoffte dieß trug weſentlich zur Erhaltung ſeiner Identität bei. Das Bibliothek⸗

zimmer war noch faſt ganz wie früher: Schlaf⸗ und Wohnzimmer,

ſelbſt das Malerſtübchen, wurden in einem Zuſtande getroffen, wie ſie etwa nach einer mehrmonatlichen Abweſenheit ausgeſehen haben würden. Lady Willoughby ſtrömten die Thränen über die Wangen, während ſie von Zimmer zu Zimmer wanderte, und ihrem Gemahl die verſchiedenen Ereigniſſe in's Gedächtniß zurückrief, welchen jene als ſtumme Zeugen angewohnt hatten.

So verſtrichen ein paar Stunden in unausſprechlicher Rührung, welche mit einer gewiſſen heiligen Trauer vermiſcht war. Mittlerweile hatten die Dienſtboten, deren viele gemiethet worden waren, die

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