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noch damit beſchäftigt geſehen, ſeine Wunden mit ächt indianiſcher Geduld und Geſchicklichkeit zu verbinden, wobei er Kräuter und Wurzeln bedurfte, zu deren Aufſuchung er gegen Mitternacht in den Wald hinausgezogen war. Da er nicht zurückkehrte, ſo fürchtete Willonghby, er möchte allein und verlaſſen an ſeinen Wunden lei⸗ den, und beſchloß, ſobald die letzte traurige Pflicht an den Todten erfüllt wäre— eine Nachſuchung nach ihm anſtellen zu laſſen.
Es verſtrichen aber noch zwei Tage, bis das betrübende Amt an den drei Leichen vollzogen werden konnte. Die Leichname Aller gefallenen Wilden wurden ſchon am Morgen nach dem Sturme beerdigt: der von Jamie Allen aber wurde eben ſo wie die Leichen der Hauptperſonen der Familie, für das fromme Trauergeleite liebevoller Zärtlichkeit aufbewahrt.
Das Leichenbegängniß gewährte einen rührenden Anblick. Der Kapitän, ſeine Gattin und Tochter wurden neben einander bei der Kapelle beerdigt: ſie waren die Erſten und Letzten ihres Stammes, welche jemals in der amerikaniſchen Wildniß ihr Grab fanden. Mr. Woods las das Todtenamt, mußte aber alle geiſtige Kraft aufbieten, um bei der Verrichtung dieſes feierlichen Gottesdienſtes nicht zu unterliegen. Willoughby hielt die weinende Maud um⸗ ſchlungen, welche ſeine zärtliche Bekümmerniß durch ein Lächeln zu belohnen verſuchte— ohne daß es ihr gelang. Obriſt Beek⸗ man trug den kleinen Evert auf ſeinen Armen, und beugte ſich über das Grab mit der Miene eines gefaßten, von ſchwerem Un⸗ glück getroffenen Mannes— an und für ſich ſchon eines der er⸗ greifendſten Schauſpiele der menſchlichen Natur.
„Ich bin die Auferſtehung und das Leben, ſpricht der Herr,“ tönte es in die Stille des Thales hinaus, als ob eine Stimme vom Himmel in die zermalmten Herzen der Trauern⸗ den Troſt gießen wollte. Maud richtete ihr Haupt von Willough⸗ by's Schulter empor, und heftete ihr blaues Auge auf die wolken⸗ loſe Himmelsdecke— das Flehen um Gnade, und das Gelöbniß


