es iſt ja Friede“— die Unterredung fand nämlich im Jahre 1764 ſtatt—„und du weißt, auch in Kriegszeiten habe ich niemals einen Skalp gekauft. Laß mich nichts mehr davon hören!“
„Was Ihr brauchen dann?“ fragte Nick ziemlich verlegen.
„Land brauche ich— gutes Land— wenig aber gut. Ich habe im Sinn, mir ein Patent geben zu laſſen—“
„Aha,“ fiel der Wilde kopfnickend ein;„ich kenne ihn— ein Papier, um dem Indianer ſeinen Jagdgrund abzunehmen.“
„Ei bewahre, das iſt keineswegs meine Abſicht: ich will den rothen Leuten ihr Recht geſetzlich abkaufen.“
„Dann Nick's Land kaufen— beſſer als jedes andere.“
„Dein Land, du Burſche! Du haſt ja kein Land— gehörſt zu keinem Stamm— haſt gar kein Recht, welches zu verkaufen!«
„Wozu dann verlangen Nick's Hülfe?“
„Wozu?— Nun, weil du ein gut Stück Landes kennſt, wenn du auch in der That Nichts dein eigen nennen kannſt. Soviel auf dein Warum.
„Ei, dann kaufen, was Nick kennt. Er beſſer kennen, als 8
der große Vater in York unten.“
„Nun ja, das iſt es auch, was ich von dir zu kaufen wünſche. Ich will dich gut bezahlen, Nick, wenn du morgen mit Büchſe und Taſchenkompaß verſehen nach dem Susquehannah und Dela⸗ ware aufbrechen willſt— du wendeſt dich dann nach der Gegend, wo die Ströme raſcher fließen und wo keine Fieber herrſchen, und ſuchſt mir ein Stück von drei⸗ bis viertauſend Morgen reichen Binnenlandes, ſo gelegen, daß ein Feldmeſſer es auffinden und ich das Patent davon löſen kann.— Nun, Nick, was ſagſt du dazu; willſt du gehen?“
„Iſt gar nit nöthig. Nick verkaufen dem Kapitän ſein eigen Land— gleich hier im Fort.“
„Burſche, kennſt du mich noch nicht ſo weit, um zu wiſſen, daß du nicht mit mir ſpaßen darfſt, wenn ich ernſthaft bin?“


