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Wyandotté, oder das Blockhaus
Entstehung
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freilich etwas getrübte, Freude darin, die Namen und Gebräuche ihrer Wälder mit denen in Uebereinſtimmung zu bringen, welche ſie auf den fernen Schauplätzen ihrer Kindheit verlaſſen hatten.

So kam es, daß in dem oben beſchriebenen Diſtrikte, mitten aus den ungeheuren, ja faſt gränzenloſen Forſten, ſolche Wohnun⸗ gen von halbciviliſirtem Ausſehen wenn auch in langen Zwi⸗ ſchenräumen auftauchten. Manche dieſer früheren Niederlaſſun⸗ gen hatten ſchon vor dem Kriege von ſechsundſtebzig, der ihre Bewohner gegen die Anfälle der Wilden Schutz im Oſten zu ſuchen anwies beträchtliche Fortſchritte in der Verfeinerung gemacht, und noch lange nachdem der Strom der Einwanderung ſich in dieſer Richtung ergoſſen, blieben dieſe Oaſen in der Wüſte durch ihre Früchte, ihre Wieſen und Felder mitten unter den geſchwärz⸗ ten Baumſtumpen, den Holzſtößen und ſchmutzigen Brachfeldern der lärmenden Anſiedler beſonders bemerkbar. Sogar noch in weit ſpäteren Zeiten zeichneten ſie ſich durch die glattere Ober⸗ fläche ihrer Gebäude, durch das beſſere Wachsthum und die größere Ergiebigkeit ihrer Obſtgärten aus, wie denn ſchon in ihrem Aeuße⸗ ren ein feinerer Anſtrich und das höhere Alter unverkennbar blieb. Hier und dort war auch ein kleiner Weiler entſtanden, und es fanden ſich vereinzelte Ortſchaften wie Cherry⸗Valley*) und Wyoming, welche ſeitdem in der allgemeinen Landesgeſchichte be⸗ kannt geworden ſind.

Der Gang unſerer Erzählung führt uns nunmehr zu der Be⸗ ſchreibung einer jener frühzeitigen Familienniederlaſſungen, welche in einem für damals ſehr entlegenen Winkel des fraglichen Ge⸗ biets unter der Aufſicht eines alten Offiziers, Namens Willoughby, herangediehen war. Kapitän Willoughby hatte nach langjährigen Kriegsdienſten eine Amerikanerin zur Frau genommen; nachdem dieſe ihm einen Sohn und eine Tochter geſchenkt, verkaufte er ſeine Stelle, verſchaffte ſich ein Landpatent und beſchloß, ſich auf

Kirſchenthal auf deutſch. D. U.