552
ausgezeichnet hatte, ihm nur zu bald den Schlüſſel zu dem ver⸗ borgenen Sinne der Worte ihres Befehlshabers gegeben.
„Wir fordern die Vollſtreckung unſerer alten Geſetze!“ hob der Vormann der Rotte an, ſeinen Chef mit einer Kürze und wilden Frechheit anredend, die um ſo verzeihlicher war, als in ihr ſich noch die Hitze des erſt geendeten Gefechtes ausdrückte.
„Was wünſcht ihr?“
„Den Tod der Verräther!“ war die grimmige Antwort.
„Euch ſind die Bedingungen unſeres Dienſtes bekannt. Wenn ſich irgend Solche in unſerer Gewalt befinden, ſo führt ſie ihrem Schickſal entgegen.“
Hätte Wilder noch im Geringſten zweifelhaft ſein können, Wen dieſe furchtbaren Ankläger meinten, und was ſie beabſichtigten, ſo würde ihm doch jetzt die entſetzliche Gewißheit aufgegangen ſein, als man ihn und ſeine beiden Gefährten mit rohen Drohungen vor den Freibeuter⸗Häuptling ſchleppte. Stark zwar regte ſich in ſei⸗ ner Bruſt die Liebe zum Leben, allein ſelbſt in dieſem ſchrecken⸗ vollen Augenblicke zeigte er ſie nur, wie ſie dem Manne ziemt, und verſchmähte jede erniedrigende Bitte. Sein Geiſt war auf der Stelle gefaßt und frei von jeder Verſuchung, ſich der minde⸗ ſten Ausflucht zu bedienen, die ſeines Standes oder ſeines Cha⸗ rakters unwürdig wäre. Statt deſſen heftete er einen geſpannten, forſchenden Blick auf das Auge des einzigen Mannes, deſſen Macht ihn noch retten konnte. Ihm entging der kurze, aber hef⸗ tige, innere Kampf des Mitleids nicht, welcher Bewegung in die ſtarren Geſichtsmuskeln des Rovers brachte, aber ebenſowenig die kalte, ruhige Faſſung, die ſich im nächſten Augenblick wieder über ſeine verſuchten Züge verbreitete. Dieß war für ihn Andeutung genug, daß die Pflichten des Chefs über die Gefühle des Men⸗ ſchen den Sieg davon getragen, und mehr bedurfte es nicht, um ihn von der gänzlichen Hoffnungsloſigkeit ſeiner Lage zu unter⸗ richten. Der Jüngling verſchmähte es, ſich zu fruchtloſen Vor⸗
ver, die
„ * 4 eben tung ſen! nes preis zen ſeine Alleit ner l menſ an ih gehal „8 ſich ſ Tode für ſi wußte „2 gewen umzin ſchenk He Jüngl „S


