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Der rothe Freibeuter / J. F. Cooper
Entstehung
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obgleich von einer Bande bedrängt, die an Wuth und Muth der ſeinigen nicht nachſtand; doch jetzt in der ſchreckenvollen Kriſe wurde eine Stimme mitten im Gemetzel laut, die ihm durch jede Nerve dröhnte, ja ſelbſt die Gemüther ſeiner Leute mit Entſetzen erfüllte.

„Platz gemacht, ihr da, Platz gemacht!“ erſcholl der tiefe, volle Herrſcherton,„macht Platz und mir gefolgt; keine andere Hand als die meine ſoll jene prahleriſche Flagge ſtreichen!“

„Bleibt getreu, meine Leute!“ ſchrie Wilder ſeinerſeits. Wildes Gerufe, Schwüre, Flüche und Geſtöhn bildeten die gräßliche Be⸗ gleitung dieſes heißen Handgemenges, das indeſſen viel zu heftig war, um anhaltend ſein zu können. Mit tödtlichem Schmerz ſah Wilder, wie ſeine Handvoll Truppen vor den unwiderſtehlich ein⸗ dringenden Maſſen nach allen Seiten zerſtob; und zu wiederholten Malen brachte er ſie durch ſeinen Ruf wieder zuſammen, oder befeuerte ihren erſterbenden Muth durch ſein Beiſpiel.

So fiel Freund nach Freund vor ſeinen Füßen, bis er ſich an den äußerſten Rand des Verdeckes getrieben ſah. Hier gelang es ihm nochmals, eine kleine Rotte zu ſammeln, die gegen mehrere wüthende Angriffe Stand hielt.“

„Ha!“ kreiſchte eine Stimme, die er wohl kannte;„Tod allen Verräthern! Spießt den Spion gleich einem Hund! Eingehauen, Jungens; ein Korporalſäbel dem Helden, der ſein Herz durch⸗ bohrt!“

„Aus dem Weg, du Lümmel!“ ſchrie ihm der ausdauernde Richard in barſchen Tönen entgegen.„Thut dir ein Spieß Noth? hier ſteht ein Weißer und ein Neger, dir zu dienen.“

„Zwei Andere von der Bande!“ fuhr der General fort, und zielte beim Sprechen einen Streich von oben herab, der den Top⸗ mann zu vernichten drohte.

Eine dunkle, halbnackte Geſtalt warf ſich dazwiſchen, und fing die herabfahrende Klinge mit dem Stiel einer Halbpike auf, die von derſelben wie ein Schilf entzweigehauen wurde. Ohne die

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