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Der rothe Freibeuter / J. F. Cooper
Entstehung
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auf der Seite des Unrechts,“ ſagte der Veteran, als er an der vom Delphin eingeſchlagenen Richtung bemerkte, daß das Treffen wahrſcheinlich von Neuem beginnen würde.„Schicken Sie die

Leute wieder an ihre Poſten, und laſſen Sie die Kanonen löſen;:

denn es hat allen Anſchein, daß wir noch einen Strauß mit dem Spitzbuben zu beſtehen haben.“

„Einen kurzen Verzug, ich rathe Ihnen ſehr dazu,“ bemerkte Wilder angelegentlich, als er ſeinen Obern den Leuten die Ordre ertheilen hörte: ſich bereit zu halten, in dem Augenblick abzufeuern, wo ihr Feind innerhalb eines erreichbaren Punktes käme.—„Ich beſchwöre Sie, noch zu warten; wir kennen ja ſeine gegenwärtige Abſicht noch nicht.“

„Niemand ſoll den Fuß auf's Verdeck ſetzen, der nicht die Autorität des königlichen Herrn des Schiffes anerkennt,“ erwiederte der ſtrenge, alte Theer.„Gebt es ihm, meine Leute! Sprengt die Hallunken von ihren Kanonen! damit ſie erfahren, wie gefährlich es ſei, einem Löwen nahe zu kommen, und wär' er auch verkrüppelt!“

„Zu ſpät, das ſah Wilder, waren jetzt Gegenvorſtellungen; denn der Pfeil hatte dem Rover von Neuem eine volle Lage entgegen⸗ geſchleudert, was jede großmüthige Abſicht, die er hegen mochte, nothwendig vernichten mußte. Das Corſarenſchiff war im Heran⸗

ſegeln begriffen, als es den eiſernen Sturm empfing, worauf es

ſogleich mit Leichtigkeit auf eine ſolche Weiſe aus dem Strich lenkte, daß ein zweiter nicht treffen konnte. Jetzt jagte es auf den faſt ſeeunfähig gemachten Kreuzer zu, und dumpf erſcholl der Befehl herüber, die Flagge zu ſtreichen.

„Kommt heran, ihr Schurken!“ ſchrie der erhitzte Bignall. „Kommt, und thut es mit eigenen Händen!“

Das zierliche Fahrzeug, als fühle es die höhnende Herausfor⸗ derung ſeines Feindes, ſprang näher an den Wind, und ſchoß Kanone nach Kanone quer in den Vorſteven des Pfeils, mit einer ſolchen beſonnenen, todbringenden Zielrichtigkeit, daß jede Kugel