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Der rothe Freibeuter / J. F. Cooper
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„Deſto beſſer. Erſt müſſen wir der Sache auf den Grund kommen; daun folgt die Belohnung von ſelbſt. Trefft mich dieſen Abend eilf Uhr an jener niederen Stelle, wo die Landzunge nach dem äußeren Hafen ausläuft. Von da aus wollen wir unſere Beobachtung anſtellen, und ſobald der Erfolg ſie gekrönt hat und jeder Zweifel verſchwunden iſt, ſoll von der Maſſachuſetts⸗Bai bis zu den Niederlaſſungen von Oglethorpe die Entdeckung laut aus⸗ poſaunt werden. Bis dahin laßt uns ſcheiden, denn es iſt der Klugheit nicht gemäß, daß wir länger in Unterredung betroffen werden. Denkt an dreierlei, lieber künftiger Ritter, an Schwei⸗ gen, an Pünktlichkeit und an die Gunſt des Königs. Dieß ſeien unſere Loſungsworte.“

„Adieu, hochgeehrteſter Herr,“ antwortete der Schneider, und bückte ſich wieder bis auf die Erde, während Jener kaum an dem Hut rückte.

„Adieu, Sir Hector,“ rief ihm der Grünrock zu, mit freund⸗ lichem Kopfnicken, wohlwollendem Lächeln und leichter Bewegung mit der winkenden Hand. Hierauf ging er langſam die Kaje ent⸗ lang, vor dem Hauſe der Familie Homeſpun vorbei, und verſchwand. Das Haupt dieſes alten Stammes ſtand eine Weile unbeweglich da, wie ſo mancher Vorgänger und Nachfolger, dergeſtalt über ſein Glück entzückt, und dergeſtalt verblendet in ſeiner Thorheit, daß, obſchon ſein phyſiſches Auge die Rechte von der Linken unterſchei⸗ den konnte, ſeine geiſtigen Sehnerven, von den Wolken des Ehr⸗ geizes umhüllt, durchaus verfinſtert und erblindet waren.

Drittes Kapitel.

Alonzo. Guter Bootsmann, trage Sorge. Der Sturm. Act I. Sc. 1.

Sobald der grüne Fremde ſich vom leichtgläubigen Schneider getrennt hatte, verlor er ſein angenommenes Weſen, und gewann