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Der rothe Freibeuter / J. F. Cooper
Entstehung
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ponirendes an ſich, daß ſie ein von Neugier ſo geplagtes Weſen, wie unſer ehrlicher Schneider war, hätten abhalten können, näher an ſie zu rücken. Gleichwohl hütete er ſich, ſeinem Gelüſte ſogleich Luft zu machen und geradezu auf ſie loszuſteuern; im Gegentheil wollte er die Sache ſo einleiten, daß ſein Begleiter, der Landmann, einen hohen Begriff von ſeiner Kunſt, in ein Geheimniß einzudrin⸗ gen, bekäme. Er fing damit an, ihm ein geheimes Zeichen von Behutſamkeit und Einverſtändniß zu geben; dann näherte er ſich dem Fremdenpaar von hinten mit leiſem Tritt und auf den Zehen, damit er Gelegenheit hätte, Heimliches aufzufangen, was dieſem und jenem der unachtſamen Seeleute in ihrer Unterredung entſchlüpfen könnte. Sein Aufpaſſen führte ihn jedoch zu keinem wichtigen Re⸗ ſultat; nur diente es dazu, ihn in dem Verdacht zu beſtärken, den er ſchon gegen dieſe Leute geſchöpft hatte, denn in jedem Laut, der über ihre Lippen kam, glaubte er neue offenbare Beweiſe zu hören, daß ſie nichts Geringeres als Landesverräther ſein müßten. Die Worte, die ſie ſprachen, waren freilich nicht ſo beſchaffen, daß ſie den Argwohn des guten Mannes hätten vermehren können; und obſchon es in ſeinen Augen ausgemacht war, daß ſie Verrath und Hochverrath enthielten, ſo konnte er doch nicht umhin, ſich ſelbſt zu geſtehen, daß ihre Reden ſo künſtlich geſetzt ſeien, daß ſich durch⸗ aus, ſelbſt von einem ſo ſcharfſinnigen Späher wie er, wider ſie nichts herausbringen ließe. Wir überlaſſen es dem Leſer, zu entſcheiden, ob er recht oder unrecht hatte. 3 Sieh''mal die ſchöne Binnenbucht an, Guinea, bemerkte der Weiße, ſeinen Tabak im Munde rollend, und zum erſten Mal die Augen vom Schiffe abwendend;iſt ſie nicht ein Plätzchen, in dem man gerne ſein Schiff untergebracht ſehen möchte, wenn man ohne Krücken*) vor einem Legerwall liegt? Ich bin doch auch ein Stück von einem Seemann, kann aber die Philoſophie jenes Bur⸗ ſchen nicht klein kriegen, der ſein Schiff draußen liegen hat, wenn

*) Ohne Anker.