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Der rothe Freibeuter / J. F. Cooper
Entstehung
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Kriegen und Kriegsnöthen erlebt hat, wie ich, weiß den Segen des Friedens zu ſchätzen ja, zu ſchätzen. Alſo ſeid Ihr nicht ſo ganz unerfahren in der Lebensart, wo⸗ zu Ihr ſo eben Luſt hattet? Ich? Nichts weniger. Ich bin, wie Ihr mich ſeht, durch fünf blutige Kriege gegangen, und habe Gott zu danken, der mir aus allen fünfen geholfen hat ohne Wunde nicht einmal ſo groß, als ein Nadelſtich. Fünf lange, blutige Kriege, ſag' ich, und ſetze hinzu: fünf glorreiche bin ich durchgegangen, friſch und geſund wie ein Fiſch. Das muß eine gefährliche Zeit für Euch geweſen ſein, Nach⸗ bar. Doch erinnere ich mich nur zweier Kriege mit den Franzoſen. O, Ihr ſeid ja nur ein Kiek⸗in⸗die Welt, in Vergleichung mit Einem, wie ich, der über ſein Schock Jahre hinaus iſt. Zählt mir'mal nach. Erſtlich dieſer Krieg, der Gottlob das Anſehen hat, bald beendet zu werden; der Himmel, der Alles mit Weis⸗ heit regiert, ſei dafür gedankt und geprieſen! Dann, zweitens, der Vorgang von Fünfundvierzig, als der unerſchrockene Warren unſere Küſten auf und niederfuhr; eine Geißel für die Feinde Sr. Majeſtät, und eine Salvegarde für alle loyale Unterthanen. Dann, drittens, gab's einen Straͤuß in Germanien, von dem wir in den Zeitungen laſen, und viele, viele blutige Schlachten, in welchen die Menſchen fielen und weggemäht wurden, wie das Wieſengras unter Eurer Senſe. Das macht drei, er ſchob ſeine Brille in die Höhe und zählte mit ſeinem Fingerhut an den Fingern der andern Hand. Numero vier war die Rebellion von Fünfzehn, von der ich eben nicht viel geſehen zu haben mich rühmen kann, da ich nur erſt ein junger Knabe war; und zum fünften und letz⸗ ten rechne ich das entſetzliche Gerücht, welches durch alle Pro⸗ vinzen ging, daß ſich die Schwarzen und Indianer in Maſſe auf⸗ gewiegelt und zuſammengerottet hätten, uns allen guten Chriſten⸗ ſeelen in einer Minute das Lebenslicht auszublaſen.

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