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ohne fremde Hilfe zu tragen. Er wartete darauf, daß ein Kleidungs⸗ ſtück, woran der Meiſter emſig nähte, und womit er am nächſten Sonntag in ſeinem Dorfe Staat machen wollte, fertig würde.
Um die Zeit zu verkürzen, und wohl auch zum Theil, weil der Mann mit der Nadel von Natur gern ſprach, vergingen wenige Minuten, ohne daß ihm oder dem Andern nicht ein Wort entfallen wäre. Und da, was ſie mit einander ſprachen, den Hauptgegen⸗ ſtand dieſer Erzählung berührt, ſo nehmen wir uns die Freiheit, aus ihrem Dialog dasjenige mitzutheilen, was über das, was fol⸗ gen wird, Licht verbreiten kann. Unſere Leſer dürfen nicht aus den Augen ſetzen, daß der Arbeiter ſchon in den abnehmenden Lebensjahren war, und daß ſeine Außenſeite zu erkennen gab, Mangel an Geſchick oder an Glück habe ihn in die Nothwendigkeit verſetzt, ſich kümmerlich durch die Welt zu winden, und nur durch äußerſten Fleiß und die ſtrengſten Entbehrungen ſei er der bittern Armuth entgangen. Sein müſſiger Zuſchauer hingegen war ein junger Mann, und gehörte zu einer Klaſſe, bei welcher ein neuer Rock und ein paar neue Beinkleider Epoche im Leben machen.
„Ja,“ rief der unermüdete Kleidermacher aus, und begleitete dieſes Ja mit einem Seufzer, welcher ebenſogut für die Beſtäti⸗ gung ſeines innern Wohlgefühls, als für einen Beweis ſeines körperlichen Mißbehagens gelten konnte:„Ja, gewiß und wahr⸗ haftig, Pardon, ſtärkere Worte ſind ſelten einem Manne von den Lippen gefloſſen, als es die waren, welche der Squire am heuti⸗ gen Tage hören ließ. Als er von den Ebenen Vater Abrahams*) ſprach und vom Rauch und dem Donner der Schlacht, ja Pardon, da regte ſich ſo Etwas in mir, da fühlte ich in meinem Innern, ich weiß nicht was, ſo daß ich wahrhaftig glaube, ich würde das Herz gehabt haben, Nadel und Fingerhut von mir zu werfen und mich aufzumachen, um in's Feld, in die Schlacht zu ziehen, Ruhm zu ernten und für des Königs Sache zu fechten.
*) Die Schlacht fiel in dieſer Gegend vor.


