zurückziehen, als ich meinen Namen rufen hörte, ſah ich daß ich entdeckt war, und mich ihm nun näherte.
Der erſte Blick auf Bulſtrode überzeugte mich, daß er die ganze Wahrheit wußte. Er erröthete, biß ſich in die Lippe, erzwang ein Lächeln, trat mir entgegen, nur gerade ſo viel hinkend, daß ſein Gang dadurch etwas Intereſſantes bekam, und bot mir die Hand hin mit einer männlichen offenen Treuherzigkeit, die ich ihm ſehr hoch anrechnete. Es war keine Kleinigkeit, Anneke Mordaunt zu ver⸗ lieren, und ich fürchte, ich hätte nicht halb ſo viel Großmuth an den Tag legen können. Aber Bulſtrode war ein Mann von Welt, und er wußte wenigſtens die Aeußerung ſeiner Gefühle, wo nicht ſeine Gefühle ſelbſt, zu beherrſchen.
„Ich habe Euch einmal geſagt, Corny, wir müßten Freunde bleiben, coüte que coũte“ ſagte er, mir die Hand reichend;— „Ihr ſeyd glücklich geweſen und ich bin unterlegen. Herman Mor⸗ daunt hat mir die traurige Nachricht mitgetheilt, ehe wir Albany verließen; und ich kann Euch ſagen, ſein Bedauern war nicht ſo gar ſchmeichelhaft für Euch. Dennoch gibt er zu, daß Ihr ein kapitaler Kerl ſeyd, und daß, wenn nicht Alexander wäre, er wün⸗ ſchen könnte, daß Diogenes der Mann ſey. So habt Ihr Euch alſo nur mit einer Laterne und einer Tonne zu verſehen, Anneke'n zu heirathen und eine Haushaltung anzufangen. Was den ehelichen Mann be⸗ trifft, ſo beabſichtige ich, Euch einige Mühe zu erſparen, indem ich mich erbiete, dieſe Rolle zu übernehmen, noch ehe Ihr Euern Docht anzündet. Kommt, ſetzt Euch auf dieſe Bank und laßt uns plaudern.“
Es lag in all dieſem etwas ein wenig Erzwungenes, aber doch war es männlich. Ich ſetzte mich und Bulſtrode fuhr fort:
„s war der Fluß, Corny, der Euer Glück gemacht und mir den Stein geſtoßen hat.“ Ich lächelte, ſagte aber Nichts, obwohl ich es beſſer wußte. „Es waltet ein Schickſal in der Liebe wie im Krieg. Nun,
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