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Unſer Empfang zu Satanstoe war ganz ſo, wie ſich erwarten ließ. Meine gute Mutter drückte mich zu wiederholten Malen an ihr Herz und ſchien gar nicht genug ihr Auge an mir weiden und erſättigen zu können. Auch mein Vater war gerührt, mich wieder zu ſehen, und ich glaube, ſein Auge wurde ganz entſchieden feucht. Was den alten Kapitän Hugh Roger betraf, ſo hatten ſiebzig Jahre ſein Auge ſo ziemlich trocken gemacht; aber er ſchüttelte mir herz⸗ lich die Hand, und hörte meiner Erzählung von den Bewegungen vor Tikonderoga mit allem Intereſſe eines Soldaten zu, und auch wohl mit dem Feuer eines ſolchen, der ſelbſt in glücklicheren Zeiten gedient hatte. Ich mußte natürlich meine Kämpfe noch einmal durchfechten, und die Hergänge von Ravensneſt in allen Einzeln⸗ heiten erzählen. Wir waren am Nachteſſen, als ich meine höchſt ausführliche Erzählung ſchloß, und ich zu hoffen anfing, meine Auf⸗ gabe in dieſer Hinſicht ſey endlich erfüllt. Aber meine gute Mut⸗ ter hatte noch gewichtigere Dinge auf dem Herzen; und ich mußte mich durchaus noch in ihrem eignen kleinen Zimmer zu einer ver⸗ traulichen Beſprechung einfinden.
„Corny, mein geliebtes Kind,“ begann die zärtlichſte und be⸗ ſorgteſte Mutter,„Du haſt mir noch nichts Ausdrückliches und Beſonderes von den Mordaunt's erzählt. Es iſt jetzt Zeit, von dieſer Familie zu ſprechen.“
„Habe ich Euch nicht geſagt, Mutter, daß wir in Albany uns trafen, und was auf dem Fluß uns begegnete? Ich hatte von dieſem Abenteuer in meinen Briefen Nichts geſchrieben, weil ich ungewiß war in Betreff des wirklichen Standes der Gefühle und Geſinnun⸗ gen Anneke'ns, und keine Erwartungen rege machen mochte, die viel⸗ leicht unerfüllt bleiben mußten;— und davon, daß wir mit ein⸗ ander nach Ravensneſt gingen, und von Allem, was uns in Ra⸗ vensneſt begegnete nach unſrer Rückkehr von Ty?“
„Was gilt mir das Alles? Ich wünſche Dich von Anneke ſpre⸗ chen zu hören, mein Kind— iſt es wahr, daß ſie ſich vermählen wird?“


