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darnach, die unabänderliche und nicht zu vergütende Heimſuchung mit chriſtlicher Ergebung zu ertragen. Erſt im ſpätern Leben erkannte ich, wie tief und allgewaltig in Wahrheit ihre Leidenſchaft für den muntern, lebensluſtigen, ſchlechterzogenen und ungeſtümen jungen Al⸗ banier geweſen war.
Anneke weinte, eine Viertelſtunde ehe unſer trauriger Zug das
Neſt verließ, einige Minuten in meinen Armen. Das liebe Mäd⸗ chen beobachtete keine ungehörige Zurückhaltung gegen mich; doch fand ich ſie nicht ſehr geneigt, über unſere Liebe zu ſprechen, ſo bald nach den ſchrecklichen Scenen, die wir ſo eben durchgemacht hatten. Doch ließ ſie mich nicht im Zweifel über den Punkt, daß ich nämlich ihr ganzes und ungetheiltes Herz mit mir nahm. Bulſtrode hatte ſie nie geliebt, hätte ihn nie lieben können, das verſicherte ſie mir zu wiederholten Malen. Er unterhielt ſie gut, und ſie empfand für ihn verwandtſchaftliche Theilnahme und Zuneigung, aber nicht im Mindeſten ein Intereſſe anderer Art. Der arme Bulſtrode! jetzt da ich meines Triumphs gewiß war, hegte ich ſehr großmüthige Gefühle in Betreff ſeiner, und vermochte ihn wegen verſchiedener guter Eigenſchaften zu rühmen, welche vorher in meinen Augen ganz verdunkelt geweſen waren. Herman Mordaunt hatte gebeten, es möchte dem Major Nichts von der mir gegebenen Zuſage geſagt werden; er ſelbſt aber wolle die nächſte Gelegenheit ergreifen, dem Freier zu verſtehen zu geben, daß Anneke die Ehre ſeiner Hand ausſchlage. Man glaubte, die Nachricht werde am ſchicklichſten von Mordaunt ihm mitgetheilt werden.
„Ich will offen gegen Euch ſeyn, Littlepage, und Euch geſte⸗ hen, daß ich die Verbindung meiner Tochter mit Mr. Bulſtrode ſehnlich gewünſcht habe,“ ſagte mir Herman Mordaunt bei der Unterredung, die wir vor meinem Abgang von dem Neſt hatten; „und ich habe das Vertrauen zu Eurer Billigkeit und Einſicht daß Ihr es Euch wohl werdet erklären können. Ich kannte Bulſtrode, ehe ich Etwas von Euch wußte, und es beſtand ſchon eine Ver⸗


