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Satanstoe, oder die Familie Littlepage ; eine Erzählung aus der Colonie / von James Fenimore Cooper
Entstehung
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ſonſt zwiſchen ſich und den Gegenſtand ibrer zitllihen, bekümmer⸗ ten Sorge treten.

Es gab Augenblicke, wo die Art, wie Mary Wallace ſich über Guert beugte, unendlich rührend war. Anneke und ich wußten, daß ſie in innerſter Seele darnach verlangte, ſeinen Gedanken eine bleibendere Richtung zu geben auf den großen, ihm ſo nahe bevor⸗ ſtehenden Wechſel. Dennoch überwog die Zärtlichkeit des Weibes ſo ſehr ſelbſt die ängſtliche Beſorgniß der Chriſtin, daß wir wohl bemerkten, ſie fürchtete einen nachtheiligen Einfluß auf ſeine Wunde. Endlich— und es war ein Glück, denn ihre Angſt wurde nachgerade zu peinlich, als daß ſie es noch lang hätte ertragen können,— ſprach Guert ſelbſt davon. Ob ſeine Seele aus eigener Regung auf dieſen Gegenſtand ſich richtete, oder ob er die Bekümmerniß ſeiner zärtlichen Wärterin wahrnahm und errieth, vermag ich nicht zu ſagen.

„Ich kann nicht mehr lange bei Euch bleiben, Mary,“ ſagte er,„und es wäre mir lieb, wenn Mr. Worden, in Gemeinſchaft mit Euch, ſeine Gebete für mich dem Himmel darbringen wollte. Corny wird wohl den Dominie holen für einen alten Freund?“

Ich eilte aus dem Zimmer und blieb zehn Minuten aus. Nach Verfluß dieſer Zeiit war Mr. Worden in ſeinem Chorhemd bereit, und wir gingen in das Krankenzimmer. Allerdings hatte unſer alter Paſtor nicht die Art und Weiſe, den Einfluß der Religion zu bethätigen, wie man es gewöhnlich in den Colonien findet, be⸗ ſonders in dem nördlichen und öſtlichen Theile des Landes; aber doch hatte er zu Zeiten eine Herzlichkeit in ſeiner Art zu beten, die mich beinahe überzeugte, daß er ein guter Menſch war. Ich will jedoch geſtehen, daß Mr. Worden zu denjenigen Geiſtlichen gehörte, welche weit inniger und aufrichtiger für gewiſſe Perſonen beten kön⸗ nen, als für andere. Er hatte eine Vorliebe für den armen Guert; und ich glaube in der That, dieß zeigte ſich in ſeinem Tone bei die⸗ ſer traurigen Gelegenheit.

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