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IX
Wir glauben, es bedarf keiner Entſchuldigung, wenn die Frage des Antirentismus mit der größten Freimüthigkeit behandelt wird. Nach unſerer Anſicht von der Sache iſt das Beſtehen wahrer Frei⸗ heit in Amerika, die Fortdauer der Inſtitutionen und die Sicher⸗ ſtellung der öffentlichen Moral ganz davon abhängig, daß gänzlich, gründlich und unbedingt den falſchen und unehrlichen Theorieen und Behauptungen ein Ende gemacht werde, welche in Beziehung auf dieſen Gegenſtand ſo keck vorgetragen worden ſind. Nach un⸗ ſerer Anſicht iſt New⸗York in dieſem Augenblick der bei weitem am ſchmählichſten daſtehende Staat in der Union, trotzdem daß er nie ermangelt hat, die Zinſen aus ſeiner Staatsſchuld zu bezahlen; und ſeine Schmach hat ihren Grund in dieſem Umſtande, daß die Geſetze daſelbſt mit Füßen getreten werden, ohne daß irgend eine der Wichtigkeit der Sache entſprechende Anſtrengung gemacht würde, ſie aufrecht und in Kraft zu erhalten. Wenn Worte und Ver⸗ ſicherungen den Nuf und Charakter eines Gemeinweſens retten und ſichern können, ſo mag Alles noch gut ſtehen; aber wenn Staaten, wie Individuen, nach ihren Handlungen zu beurtheilen ſind, und der Baum aus ſeinen Früchten erkannt werden muß, ſo möge uns Gott helfen!
Wir unſers Theils find der Ueberzeugung, daß der ächte Pa⸗ triotismus darin beſteht, jedes öffentliche Gebrechen oder Laſter offen darzulegen und dergleichen Dinge mit ihrem wahren Namen zu nennen. Der große Feind unſers Geſchlechts hat binnen der letzten zehn oder zwölf Jahre unter uns mächtig um ſich gegriffen, unter dem Schein und Vorwand eines verwerflichen, falſchen Zartgefühls, wo es gilt, nationale Uebel und Fehler aufzudecken; und es iſt an der


