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„Handelt ſich's um eine Verhaftung wegen Verbrechen oder wegen einer Schuldforderung?“ fragte der junge Mann, welcher dem Leſer bereits als Mr. Blunt vorgeſtellt wurde.
In dem Benehmen des Sprechers lag eine ruhige Würde, welche die Hoffnung der Reiſenden wieder aufrichtete, während ſie zugleich den Attorney und ſeinen Gefährten bewog, überraſcht und vielleicht ein wenig ärgerlich zurückzuſchauen. Ein Dutzend eifriger. Stimmen verſicherten den„Gentleman“, daß von einem Verbrechen durchaus keine Rede ſey— ja nicht einmal von einer rechtmäßigen Schuld, ſondern nur von einem ſpitzbübiſchen Plane, einen über⸗ vortheilten Mündel zu zwingen, daß er einem betrügeriſchen Vormund ſeine Verbindlichkeiten erlaſſe. Obgleich alles dies nicht ſehr klar auseinandergeſetzt war, wurde es doch mit ſo viel Nachdruck be⸗ hauptet, daß es Argwohn wecken und die Theilnahme der verſtändigeren Zuſchauer ſteigern mußte. Der Attorney muſterte den Anzug, das Aeußere und das Alter des Fragers, der nicht über fünfundzwanzig Jahre zählen konnte, und antwortete ſodann mit der Miene der Ueberlegenheit:
„Schuldforderung oder Verbrechen? Dieſe Frage kommt vor dem Auge des Geſetzes nicht in Betracht.“
„Wohl aber vor dem Auge eines ehrlichen Mannes,“ ent⸗ gegnete der Jüngling mit Feuer.„Man nimmt Anſtand, ſich zu Gunſten eines Schelms einzumengen, obſchon man bereit ſeyn mag, ſich für einen Menſchen zu verwenden, deſſen einzige Schuld vielleicht in ſeinem Unglück beſteht.“
„Das ſieht ſo ziemlich wie ein Bergungsverſuch aus! Ich hoffe, wir ſind noch in England und unter dem Schutze engliſcher Geſetze?“
„ Dies unterliegt durchaus keiner Frage, Mr. Seal,“ ergriff jetzt der Kapitän das Wort, welcher den Polizeibeamten aus der Ferne beobachtet hatte und es nunmehr für Zeit hielt, ſich einzumen⸗ gen, um die Intereſſen ſeiner Schiffseigenthümer zu ſchützen.„Dort iſt


