Druckschrift 
Der Bravo : eine venetianische Geschichte / von James Fenimore Cooper. Aus dem Engl. von G. Friedenberg
Entstehung
Einzelbild herunterladen

er e

42⁵

Er tröſtete ſich mit dem Erſatze, Signore, den ihm die Liebe der jungen Tiepolo und deren Reichthümer bieten.

Abermalige Bewegung unter den Dreien, welche alle ihre Geübtheit in der Selbſtbeherrſchung und die mechaniſche Gravität ihres geheimnißvollen Amtes nicht zurückzuhalten vermochte.

Die Schließer ſollen ſich entfernen, ſagte der Inquiſitor im Scharlachkleide. Sobald der Gefangene mit den Dreien und ihrem immerwährenden Secretär allein war, ging das Verhör fort, und ſelbſt die Senatoren, im Vertrauen auf ihre Masken und einige Verſtellung der Stimme, ſprachen gelegentlich mit.

Es iſt ein wichtiger Aufſchluß, den Du uns gegeben haſt, Jacopo! fuhr der im rothen Kleide fort.Es kann noch Dein Leben retten, wenn Du klug genug biſt, die Gelegenheit zu benutzen.

Was wünſchen Ew. Excellenz von mir? Offenbar hat der Rath Kenntniß von Don Camillos Flucht, und ich kann nicht glauben, daß Augen, die ſo ſelten ſich ſchließen, die Erbin von Tiepolo noch nicht vermißt haben ſollten.

Beides iſt wahr, Jacopo. Aber was weißt Du von den Mitteln zur Flucht? Bedenke, daß Dein eignes Schickſal von der Gunſt abhängt, welche Du Dir bei dem Rathe erwirbſt..

Der Gefangene ließ wieder einen von jenen erſtarrenden Blicken über ſein Geſicht leuchten, vor welchem ſeine Richter jedesmal niederſahen.

An Mitteln zur Flucht kann es einem kühnen Liebhaber nicht fehlen, Signore, erwiederte er.Don Camillo iſt reich und konnte tauſend Diener in Bewegung ſetzen, wenn es nöthig war.

Du ſuchſt auszuweichen. Es iſt Dein eigner Nachtheil, wenn Du den Rath zum Beſten haſt! Welche Diener benutzte er 2*

Er hatte eine ihm ergebene Dienerſchaft, Excellenz, viele dreiſte Gondoliere und Leute aller Art.

Von dieſen wollen wir nichts wiſſen. Er iſt durch andre Mittel