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ten ſeines Schlages aus. Alſo, ein gewiſſer Jacopo Frontoni, der irgendwo in der Nähe des Arſenals wohnt, iſt's, den ich meine.“
„Cospetto! Herr Herzog, uns Gondolieren iſt der Menſch ſo bekannt, wie die Rialto⸗Brücke, Excellenz brauchen ſich mit ſeiner Beſchreibung nicht zu mühen.“
Don Camillo ſuchte unter den Papieren in ſeinem Schreibtiſche. Bei der Bemerkung ſeines Dieners blickte er etwas überraſcht auf, fuhr dann aber gelaſſen wieder fort zu ſuchen, indem er ſagte: „Wenn Dir der Mann bekannt iſt, deſto beſſer.“
„Ja Excellenz! Und was iſt Ihr Begehren von dieſem ver⸗ wünſchten Jacopo?“
Der Herzog von Sant' Agata ſchien jetzt das Geſuchte gefun⸗ den zu haben, legte die umhergeworfenen Papiere wieder zuſammen und ſchloß den Schreibtiſch zu.
„Gino,“ redete er nun ſeinen Diener in einem vertrauten und freundſchaftlichen Tone an,„Du biſt auf meinen Gütern geboren, und obgleich in Venedig zum Schiffer erzogen, ſo haſt Du doch Dein Leben in meinem Dienſte zugebracht.“
„Ja, Excellenz!“
„Es iſt mein Wunſch, daß Du Dein Leben beſchließen ſollſt, wo Du es begannſt. Ich hab' in Deine Verſchwiegenheit bisher immer viel Vertrauen geſetzt, und es freut mich, ſagen zu können, daß es mich nie getäuſcht hat, wiewohl Du Zeuge warſt von einigen meiner Jugendthaten, die Deinem Herrn manche Verlegenheit zuziehn konnten, wenn Du minder verſchwiegen warſt.“
„Ja, Exrellenz!“
Don Camillo lächelte, aber dies heitre Aufleuchten machte ſchnell einem ernſten und beſorgten Blicke Platz.
„Da Du den Mann, den ich Dir genannt habe, kennſt, ſo iſt unſer Geſchäft einfach. Nimm dies Packet,“ ſagte er und legte einen verſiegelten Brief von mehr als gewöhnlicher Größe in die Hand des Gondoliers, zugleich einen Siegelring vom Finger ziehend,


