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brachte die andern Alle in dieſelbe demuthvolle Stellung— Wycherly, Mildred und ihre Kinder nebſt dem Herzog knieeten nieder und vereinigten ſich in ſtillen Gebeten.
Eines nach dem andern erhob ſich; nur Galleygo und ſein Herr blieben immer noch auf dem Steinpflaſter knieen. Endlich näͤherte ſich Geoffrey Cleveland den Beiden, richtete den Greis empor und ſetzte ihn wieder mit Wycherly's Beiſtand in dem Stuhle nieder. Hier ſaß er, mit einem ruhigen Lächeln auf ſeinen betagten Zügen, die offenen Augen anſcheinend auf den Namen ſeines Freundes geheftet— ſie waren todt und erſtarrt. Ein Herzſchlag hatte den Strom ſeines Lebens plötzlich unterb rochen. 1
So verſchied Sir Gervaiſe Oakes, nachdem er das vollſte
Maaß der Jahre und der Ehren erſchöpft hatte— einer der tap⸗
4 n und glücklichſten Seekapitäne Englands. Er hatte ſeine Zeit Penn und einen neuen Beleg für die Wahrheit geliefert, daß weltlicher Erfolg nicht genügt, um des Menſchen Beſtimmung zu vollenden, denn er hatte in gewiſſem Grade ſeine eigenen Gei⸗ ſteskräfte und mit ihnen das Bewußtſeyn alles Deſſen überlebt, was er jemals gethan und was er ſich Alles verdient hatte. Als einen geringen Erſatz für dieſes Nachlaſſen der Natur hatte er noch einmal einen zitternden Blick auf eine der anregendſten Scenen und auf des weithin beſtändigſte Gefühl eines langen Lebens ge⸗ worfen, welches Gott in Seiner Gnade in demſelben Augenblicke endigen ließ, de er Seiner Größe und Herrlichkeit eine demuths⸗ volle Huldigung dargebracht hatte.
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