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Die beiden Admirale : ein See-Roman / von James Fenimore Cooper. Aus dem Engl. von Eduard Mauch
Entstehung
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Sir Gervaiſe ſchenkte dem Eintreten der Wychecombes keine Aufmerkſamkeit. An dem leeren Ausdrucke ſeines Geſichts konnte man deutlich gewahren, daß ſeine Geiſteskräfte durch die lange Zeit und den harten Dienſt bedeutend abgenommen hatten, während ſein Körper noch unverſehrt geblieben war bei einem Manne, der ſo viele Schlachten mitgemacht hatte, allerdings eine große Seltenheit. Dennoch war in ſeinem Auge, wenn plötzliche Einfälle ſeinen Geiſt du rchkreuzten, das Glimmen mancher lebhaften Erinne⸗ rung und ſogar Zeichen lebhaften Gefühls zu erkennen. Er pflegte jedes Jahr einmal an dem Gedächtnißtage der Beerdigung ſeines Freundes die Kapelle zu beſuchen und war auch heute theils aus Gewohnheit, theils auf ſeinen eigenen Wunſch hergeführt worden. Ein Stuhl wurde für ihn bereit gehalten: darin nahm er dem Grabe gegenüber Platz, ſo daß er die großen Buchſtaben der Auf⸗ ſchrift gerade vor Augen hatte. Er ſah jedoch weder auf das Grab noch auf die Fremden, obgleich er ihren Gruß mit einer höflichen Verbeugung erwiederte. Sein Begleiter ſchien im Anfange durch die fremde Geſellſchaft etwas überraſcht, wenn nicht gar auf⸗ gebracht zu ſeyn; als aber Wycherly die Bemerkung fallen ließ, daß ſie Verwandte des Verſtorbenen ſeyen, machte auch er ſeine artige Verbeugung und gab Raum für die Damen.

Das iſt's, was Ihr ſehen wolltet, Sir Jarvy, bemerkte Galleygo und rüttelte ſeinen Herrn etwas weniges an der Schulter, um dadurch ſein Gedächtniß aufzuwecken.Die Kabeltaue da und die Anker, der Beſanmaſt mit der Contreadmiralsflagge am Top dieß Alles wurde unſerem Freunde, dem ehemaligen Admirale Blue zu Ehren in dieſer alten Kirche aufgetackelt; jetzt iſt er freilich todt und modert ſchon manches lange Jahr!

Admiral von der Blauen,* wiederholte Sir Gervaiſe gleich⸗ gültig.Du irrſt Dich, Galleygo ich bin Admiral der Weißen

* Blue heißt nämlich blau. 5