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Lady Wychecombe an ihren Sohne einige unſchuldige ausländiſche Zierereien, oder was ihr wenigſtens dafür galt, zu tadeln und der Baronet ſelbſt lachte herzlich über die franzöſiſchen, italieniſchen und deutſchen Brocken, welche ſich ganz natürlich in des jungen Mannes Unterredung miſchten. Doch warf dieß Alles keinen Schatten auf die Freude der Geſellſchaft, denn unbegränztes Vertrauen und unveränderliche Liebe waren ſtets in dieſer Familie einheimiſch geweſen.
„Dieß iſt für mich ein höchſt feierlicher Ort,“ bemerkte Sir Wycherly, als ſie bei dem Chorgang der Dichter eintraten,„wo ein gewöhnlicher Menſch nothwendig ſeine eigene Unbedeutendheit fühlen muß. Wir wollen aber zuerſt unſere Wanderſchaft vollenden und dieſe denkwürdigen Aufſchriften erſt beim Herausgehen betrach⸗ ten. Das Grab, das wir ſuchen, iſt in einer Kapelle auf der andern Seite der Kirche, nahe am großen Eingang. Als ich es das letzte Mal ſah, war es ganz einſam.“
Bei dieſen Worten ging die ganze Geſellſchaft weiter und nur die beiden lieblichen, jugendlichen Virginierinnen warfen ernſte, neugie⸗ rige Blicke auf die Wunderdinge, wovon ſie allenthalben umringt waren.
„Iſt dieß nicht ein ganz außerordentliches Gebäude, Wycherly?“ flüſterte Agnes, die jüngere der beiden Schweſtern, und hing ſich an den einen Arm ihres Bruders, während Mildred den andern eingenommen hatte.„Kann die ganze Welt einen zweiten derartigen Ort aufweiſen?“
„Ja, ja, euch von dem Jamesfluſſe mag es wohl ſo vorkom⸗ men!“ gab der junge Mann lachend zur Antwort;„hättet ihr aber den Thurm zu Rouen oder zu Rheims, oder den von Antwerpen, ja ſogar nur den von York in unſerem eigenen guten Königreiche ge⸗ ſehen, dann würde das alte Weſtminſter bis auf ſeine kleinen Tä⸗ felchen und ellenlangen Namen zuſammenſchwinden. Doch Sir Wycherly bleibt ſtehen: er muß wohl ſeinen ‚Landfalle,“ wie er's nennt, vor Augen haben.“
* So nennt der Engländer das erſte Land, das er nach einer langen Seereiſe zu Geſicht bekommt. D. U.


