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Die beiden Admirale : ein See-Roman / von James Fenimore Cooper. Aus dem Engl. von Eduard Mauch
Entstehung
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Es wäre etwas ſehr Schlimmes geweſen, Knabe, wenn Du einen tapferen Mann nutzlos verletzt hätteſt.

Was für einen Nutzen hat es denn gebracht, daß ſie auf Euch geſchoſſen haben, Sir? Wir hätten ihr Schiff eben ſo gut genommen, wenn Ihr auch nicht verwundet worden wäret.

Ich glaube eher, Geoffrey, ihr Schiff war eigentlich ſchon genommen, als ich verwundet wurde, verſetzte Bluewater lächelnd. Ich wurde von einem franzöſiſchen Marineſoldaten getroffen, der dabei nicht mehr als ſeine Pflicht gethan hat.

Ja, Sir, rief der Knabe ungeduldig, und er iſt ohne eine Schramme davon gekommen. Er wenigſtens hätte doch eigentlich niedergemetzelt werden ſollen.

Du biſt blutdürſtig, mein Kind; ich kenne Dich kaum mehr. Niedergemetzelt iſt nie das rechte Wort, weder für einen brit⸗ tiſchen Edelmann, noch für einen brittiſchen Matroſen. Ich rettete dieſem Marineſoldaten das Leben und wenn Du einmal, wie ich, auf Deinem Sterbebette liegen wirſt, Geoffrey, dann wirſt Du erſt lernen, welch' ſüßen Troſt das Bewußtſeyn einer ſolchen Hand⸗ lung verleihen kann. Wir alle ſind der Gnade bedürftig und Keiner darf Gnade für ſich ſelbſt erwarten, wenn er ſie niiht auch Anderen gewährt.

Der Knabe erkannte die Gerechtigkeit dieſes Verweiſes und ſeine Gefühle nahmen eine beſſere, obgleich kaum eine natürlichere Richtung. Bluewater erzählte ihm jetzt von ſeiner eben erſt auf⸗ gefundenen Couſine und fühlte eine wehmüthige Genugthuung darin, in der Bruſt des offenherzigen, edelmüthigen Knaben eine rege Theilnahme für Mildred zu erwecken.

Geoffrey lauſchte mit ehrerbietiger Aufmerkſamkeit, wie dieß immer ſeine Gewohnheit geweſen war, bis er, getäuſcht durch die ruhige, wohlwollende Weiſe Bluewater's, in den ſehr natürlichen Irrthum verfiel, daß er des Contreadmirals Wunde für weniger gefährlich hielt, als er bis jetzt gefürchtet hatte, und neue Hoffnung