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Der Wildtödter : eine Erzählung / von James Fenimore Cooper
Entstehung
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hatte Euch für einen Mann gehalten, der ſein Glück finden könnte in einer ruhigen, heimlichen Häuslichkeit, mit einem ergebenen, liebenden Weib, das bereit wäre, auf alle Eure Wünſche zu achten, und geſunden, pflichtmäßigen Kindern, beſtrebt in Eure Fußtapfen zu treten, und ſo redlich und gerecht wie Ihr ſelbſt.

Herr Gott, Judith, was für eine Zunge wißt Ihr zu füh⸗ ren! Sprache und Schönheit gehen Hand in Hand, gleichſam; und was die eine nicht kann, das leiſtet deſto gewiſſer die andere! Ein ſolches Mädchen könnte in einem Monat den mannhafteſten Krieger in der Colonie verderben!

Und irre ich mich denn ſo ſehr? Liebt Ihr wirklich den Krieg mehr, Wildtödter, als den häuslichen Heerd und die zaͤrt⸗ lichen Gefühle?

Ich verſtehe Eure Meinung, Mädchen ja, ich verſtehe, glaube ich, was Ihr meint, obwohl Ihr mich, ſo denke ich, nicht ganz verſteht. Einen Krieger darf ich mich jetzt nennen, denke ich, denn ich habe gekämpft nicht nur, ſondern auch geſtegt, und das iſt genug, um dieſen Namen zu führen; auch will ich nicht läug⸗ nen, daß ich eine Neigung für den Beruf habe, der männlich ſowohl als ehrenvoll iſt, wenn man ihn übt nach natürlichen Gaben; aber ich habe kein Verlangen nach Blut. Indeß, Jugend iſt Jugend, und ein Mingo iſt ein Mingo. Wenn die jungen Männer dieſer Gegend müſſig ſtänden, und die Vagabunden das Land über⸗ ſchwemmen ließen, ha! ſo könnten wir eben ſo gut Alle auf ein⸗

mal Franzmänner werden, und Land und Leute preisgeben. Ich bin kein Feuereſſer, Judith, oder Einer, der den Kampf um des Kampfs willen liebt; aber ich kann keinen großen Unterſchied ſehen zwiſchen dem, daß man das Land abtritt vor einem Krieg, aus Furcht vor einem Krieg, und dem, daß man es abtritt, nach einem Krieg, weil man nicht anders kann wenn nicht der, daß letzteres das Mannhaftere und Ehrenhaſtere iſt. Kein Weib würde je wünſchen, zu ſehen, daß ihr Gatte