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Der Wildtödter : eine Erzählung / von James Fenimore Cooper
Entstehung
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Freundſchaft, wo nicht in erneuertem vertrauterem Verkehr wieder begegnen würden.

Als Alle an Bord waren, wurden die Ruder beſetzt, und die Arche bewegte ſich in ihrer ſchwerfälligen Weiſe dem fernen Land⸗ vorſprung zu. Wildtödter und Chingachgook zogen jetzt zwei der Canves aus dem Waſſer und brachten ſie in das Caſtell. Thüren und Fenſter wurden dann verriegelt, und das Haus wurde mittelſt der Fallthüre auf die ſchon beſchriebene Weiſe verlaſſen. Beim Verlaſſen der Palliſaden ſah man Hiſt in dem übrigen Canoe, wo der Delaware alsbald ſich zu ihr geſellte und fortruderte, ſo daß Judith allein auf der Plattform ſtehen blieb. In Folge dieſer raſchen Bewegungen fand ſich Wildtödter allein mit der ſchönen, und noch immer weinenden Leidtragenden. Zu unbefangen, um irgend einen Verdacht zu hegen, ruderte der junge Mann ſein leichtes Boot herum, und nahm darin ſeine Herrin auf, worauf er dieſelbe Richtung wie ſein Freund einſchlug.

Die Fahrt nach dem Vorſprung führte ſchräg, und zwar in nicht großer Entfernung an den Gräbern der Todten vorbei. Als das Canoe dort vorüber glitt, redete Judith, zum erſten Mal dieſen Morgen, mit ihrem Begleiter. Sie ſprach nur Wenig, ſie that nur die einfache Bitte an ihn, ein paar Minuten zu halten, ehe er die Stelle verließe.

Ich ſehe dieſen Platz vielleicht nie wieder, Wildtödter, ſagte ſie,und er enthält die Leichen meiner Mutter und meiner Schwe⸗ ſter! Iſt es nicht möglich, was meint Ihr, daß die Unſchuld des Einen dieſer beiden Weſen in den Augen Gottes für das Heil Beider gutſpreche?

Ich verſtehe es nicht ſo, Judith; aber ich bin kein Miſſionär und nur dürftig unterrichtet. Jeder Geiſt ſteht ein für ſeine eignen Fehltritte; obwohl eine herzliche Reue Gottes Geſetzen genügen kann.

Dann muß meine arme, arme Mutter im Himmel ſeyn! Bitter bitter hat ſie ihre Sünden bereut; und gewiß, es ſollten