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Der Wildtödter : eine Erzählung / von James Fenimore Cooper
Entstehung
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dem ärmlichen Lager, mit der Willigkeit eines Kindes den Wün⸗ ſchen des Maͤdchens ſich fügend.

„Ich fühle, Wildtödter,“ begann ſie wieder,„obgleich ich nicht angeben könnte warum— aber ich fühle, daß Ihr und ich nicht für immer ſcheiden. Es iſt ein ſonderbares Gefühl! Ich hatte es nie früher; ich möchte wiſſen, woher es kommt.“

„Es iſt Gott, der Euch in der letzten Noth ſtärkt, Hetty; als ſolches muß es gehegt und geachtet werden. Ja, wir wer⸗ den uns wieder ſehen, obgleich noch lange Zeit vorher vergehen mag, und in einem weitentfernten Lande!“

„Denkt Ihr auch in dem See begraben zu werden? Wenn dieß iſt, ſo könnte es dieß Gefühl erklären.“

„Das iſt wenig wahrſcheinlich, Mädchen, das iſt nicht wahr⸗ ſcheinlich; aber es gibt ein Reich für chriſtliche Seelen, wo es weder See'n noch Wälder gibt, wie ſie ſagen; wiewohl ich mir nicht erklären kann, warum die letztern nicht da ſeyn ſollten; an⸗ geſehen daß es doch um Friede und Luſtſamkeit zu thun iſt. Mein Grab wird im Walde ſeyn, höchſt wahrſcheinlich, aber ich hoffe, mein Geiſt wird nicht fern ſeyn von dem Eurigen!“

„So muß es alſo ſeyn. Ich bin zu ſchwachſinnig, um dieſe Sachen zu verſtehen, aber ich fühle, daß Ihr und ich uns wie⸗ derſehen werden. Schweſter, wo biſt Du? Ich ſehe jetzt Nichts mehr als Finſterniß. Es muß gewiß Nacht ſeyn!“

„Oh! Hetty ich bin hier, an Deiner Seite; das ſind meine Arme, die Dich umſchlingen,“ ſchluchzte Judith.„Sprich, Theuerſte; haſt Du Etwas zu ſagen, wünſcheſt Du Etwas in dieſem ernſten Augenblick?“

Inzwiſchen war Hetty's Geſicht ganz vergangen. Dennoch nahte der Tod nicht mit ſeinen gewöhnlichen Schauern, als wollte er ein geiſtig nur halb begabtes Weſen zarter behandeln. Sie war bleich wie eine Leiche, aber ihr⸗ Athem war leicht und unun⸗

terbrochen, während ihre Stimme, obwohl faſt zu einem Flüſtern