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Donna Mercedes von Castilien, oder die Entdeckung von Amerika / von J. F. Cooper. Aus dem Engl. von C. Kolb
Entstehung
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und ihr Herz ſchwoll in dem Bewußtſeyn, daß der Mann ihrer Wahl daſſelbe geprieſene Abenteuer zu einer Zeit beſtanden hatte, wo Andere vor deſſen Gefahr zurückſchraken und das Ergebniß noch mit dem Schleier einer unbekannten Zukunft verhüllt warIhr habt vielleicht Recht; aber wer ſo beſcheiden in ſeinen Wünſchen iſt, als ich, muß ſich mit dieſen unbedeutenden Küſtenfahrten begnügen, auf denen glücklicherweiſe das Weib ihren Gatten begleiten kann.

Gnädige Frau, entgegnete der ritterliche und unbekümmerte Alonzo de OjedaDon Luis hat mich einmal im Turnier in den Sand rollen laſſen es war ein ſchöner und männlicher Stoß, für den ich ihm keinen Groll nachtragen kann; aber jetzt will ich ihn ausſtechen, denn er begnügt ſich, die ſpaniſchen Ufer im Auge zu behalten und überläßt uns den Ruhm, Indien aufzuſuchen und die Heiden dem Scepter der beiden Herrſcher zu unterwerfen!

Es iſt eine hinreichende Ehre für meinen Gatten, Sen⸗ nor, daß er ſich des von Euch genannten Sieges rühmen kann, und er muß mit dem Ruhme, den er durch dieſe einzige That gewann, zufrieden ſeyn.

Gräfin, Ihr würdet ihn nach einem Jahr noch mehr lieben, wenn er mit uns auszöge, um ſeinen Muth unter dem Volke des Groß⸗Chans zu erweiſen.

Du ſiehſt, Don Alonzo, daß ihn der erlauchte Admiral dem⸗ ungeachtet nicht ganz vernachläſſigt. Sie halten in meiner Cajüte ein vertrauliches Geſpräch, und Don Chriſtoval iſt nicht der Mann, der ſeine Aufmerkſamkeit an einen Unwürdigen oder Trägen verſchwendet.

Es iſt zum Erſtaunen! nahm der verſchmähte Freier wieder auf.Die Gunſt, in welcher der Graf bei dem Admiral ſteht, iſt uns Allen ſchon in Barcellona aufgefallen. Wäͤre es möglich, de Ojeda, daß ſie ſich auf irgend einer ihrer früheren Fahrten ſchon getroffen hätten?

Bei der heiligen Meſſe, Sennor, rief Alonzo lachend,wenn Don Luis den Admiral getroffen hat, wie er mich in den Schranken