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in den Tagen ihrer jungfräulichen Einſamkeit und ihres jungfräu⸗
lichen Stolzes, während ſie den Ausgang jener Zufälle erwartete, welche ihrem eigenen künftigen Looſe, wie auch dem ihrer Nach⸗ kommenſchaft bis auf unſere Zeiten das Siegel auſdrücken ſollten.
Ihre Begleiterin war Beatriz de Bobadilla, die Freundin ihrer Kindheit und Jugend, welche ihr auch bis zum letzten Augen⸗ blicke treu verblieb. Das Aeußere dieſer Dame, die ein wenig älter als die Prinzeſſin war, trug entſchieden den Charakter einer Spanierin, denn obgleich ſie aus einem alten und berühmten Hauſe ſtammte, ſo hatten doch Nothwendigkeit und Politik nicht ſo viele Zwiſchenheirathen in ihrer Familie herbeigeführt, als bei der ihrer königlichen de nöthig geworden waren. Ihre ſchwarzen blitzenden Au ließen auf eine edle Seele und eine Entſchloſſen⸗ heit, welche ihr von manchem für Muth gedeutet wurde, ſchließen, während ihre Haare in rabenſchwarzen Ringeln die Stirne um⸗ lockten. Wie bei ihrer hohen Herrin trug ihre Geſtalt die Anmuth und Liebenswürdigkeit einer durch Spaniens üppige Wärme ent⸗ wickelten Jungfräulichkeit, obgleich ihr Wuchs nicht ganz ſo edel, und die Umriſſe ihrer Figur in dem gleichen Verhältniſſe weniger vollkommen waren. Kurz die Natur hatte zwiſchen der ungemeinen Anmuth und den hohen ſittlichen Reizen, welche die Schoͤnheit der Prinzeſſin umgaben, und denen, welche ihrer edlen Freundin angehörten, dieſelbe Grenzlinie gezogen, welche nach menſchlichen Begriffen bei ihren verſchiedenen Stellungen ſtattfand, obgleich jede— einzeln als Weib betrachtet— ungemein hinreißend und anziehend erſcheinen mochte.
In dem Augenblicke, welchen wir für den Beginn des nun folgenden Auftritts gewählt haben, ſaß Jabella, deren Morgen⸗ toilette ſo eben beendigt worden war, in einem Armſtuhle und ſtützte ſich in einer Haltung, welche die natürliche Folge des Geſprächs⸗ gegenſtandes und des Vertrauens zu ihrer Geſellſchafterin war, leicht auf eine ſeiner Lehnen, während Beatriz de Bobadilla einen Schemel


