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Donna Mercedes von Castilien, oder die Entdeckung von Amerika / von J. F. Cooper. Aus dem Engl. von C. Kolb
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zum Ende geleſen haben; daß wir aber in keinem auch nicht eine Sylbe fanden, welche als ein entſchiedener oder überhaupt auch nur als der mindeſte Beleg betrachtet werden dürfte, um eine Beanſtandung der fraglichen Theile unſerer Erzählung zu rechtfertigen. Wir werden daher unſere Angaben ſo lange als unumſtößlich feſthalten, bis irgend ein poſitiver Beweis gegen dieſelben aufgebracht werden kann, und begründen unſere Anſprüche auf Glaubwürdigkeit ſo lange durch keine geringere Autorität, als die unſerer eigene Ver⸗ ſicherung. Dieſe unſere Zumuthung an den Leſer enthält übrigens nichts Ungereimtes oder Ungewöhnliches, denn bei weitem der größere Theil deſſen, was nicht nur täglich, ſon⸗ dern ſogar ſtündlich dem Publikum auf Treu und Glauben dargeboten wird, hat kein beſſeres Creditiv aufzuweiſen, und es findet im Ganzen nur der kleine Unterſchied ſtatt, daß wir Wahrheiten im Gewande der Dichtung hinſtellen, wäh⸗ rend die Herren des dermaligen literariſchen Marktes in ihren moraliſchen Diatriben die Ausgeburten ihrer Phantaſie unter der Firma der Wahrheit preisgeben. Kommen wir in Folge dieſer freilich nicht beſonders weſentlichen Verſchiedenheit ein wenig in Schatten zu ſtehen, ſo müſſen wir uns dieß freilich gefallen laſſen.

Trotz dem möchte es aber gut ſeyn, uns hinſichtlich Eines Punktes unumwunden auszuſprechen. Bei der Er⸗ zählung derReiſe nach Cathay hatten wir das Tage⸗ buch des Admirals oder vielmehr ſo viel von demſelben, als

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