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war eine Trauerfahne mit dem ‚ſpringenden Wild von Lincoln aufgeſteckt, umringt von den gewöhnlichen Symbolen der Sterb⸗ lichkeit, in der Mitte das ſeltene Sinnbild der ‚blutigen Hande. Dieſes Zeichen heraldiſcher Trauer, das in den Provinzen nur bei dem Tode einer Perſon von hoher Wichtigkeit angewendet wurde— eine Sitte, die ſeitdem längſt mit den Gebräuchen der Monarchie verſchwunden iſt— hatte die Blicke einiger müßigen Jungen auf ſich gezogen, welche allein in dieſem drängenden Augenblick in ſo weit unbeſchäftigt waren, daß ſie das Daſeyn deſſelben bemerken konnten. Von dieſen loſen Geſellen allein begleitet, nahm der melancholiſche Zug ſeinen Weg nach dem benachbarten Kirchhofe der Königs⸗Kapelle.
Die breite Bahre war mit einem ſo weiten Leichentuche be⸗ deckt, daß es beim Eintritt in das Innere der Kirche auf der ſteinernen Schwelle hinſtreifte. Hier trat ihm der Geiſtliche ent⸗ gegen, deſſen wir ſchon bei mehr als einer Gelegenheit erwähnt haben und ſchaute mit einem Blicke beſonderer Theilnahme auf den einzelnen, jugendlichen Leidtragenden, der dicht hinter dem Sarge in ſeiner Trauerkleidung folgte. Die Ceremonie nahm übrigens ihren Fortgang mit der gewöhnlichen Feierlichkeit, und das Gefolge bewegte ſich langſam tiefer nach dem Innern des heiligen Gebäudes. Dem jungen Manne zunächſt kamen die wohlbekannten Geſtalten des kommandirenden Generals der Britten und ſeines ſchnell be⸗ ſonnenen begünſtigten Lieutenants. Zwiſchen denſelben ging ein Offizier von untergeordnetem Rang, der trotz ſeines verſtümmelten Zuſtandes bei der Langſamkeit des Marſches im Stande geweſen war, die Ohren ſeiner Gefährten ſelbſt bis zu dem Augenblick, wo ſie mit dem Griſtlichen zuſammentrafen, durch eine Erzählung von nicht geringem Intereſſe und ſcheinbar großem Geheimniß an ſich zu feſſeln. Ihnen folgte der übrige Theil des Zugs, der nur aus der Suite der beiden Generale und einigen wenigen Dienern


