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dem, daß ich ihm ein ſo herzhaftes und nährendes Mahl reichte, als nur je der ſtärkſte Mann in der Garniſon eines verlangen könnte, ſind doch die Symptome, wie Du ſiehſt, äußerſt drohend!“
„Er iſt von der in der Stadt herrſchenden Seuche angeſteckt, und Du haſt ihm Nahrung gegeben, während ſein Fieber den höchſten Grad erreicht hatte!“
„Soll man die Blattern für mehr als ein Symptom anſehen, wenn einer an der verfluchten Krankheit des Hungers leidet? Geh, geh, Leo; Du laſeſt in der Schule ſo viel in den lateiniſchen Dich⸗ tern, daß Dir für die Philoſophie der Natur keine Muße mehr übrig blieb. Es gibt einen inneren Mahner, der jedem Kind das Mittel für den Hunger lehrt.“
Lionel fühlte keine Luſt in ſich, mit ſeinem Freunde über einen Punkt zu ſtreiten, in dem die Anſichten des Andern ſo dogmatiſch ſtarr waren; er wandte ſich vielmehr an die Frau, indem er ſagte:
„Die Erfahrung einer Amme von Beruf hätte Euch zum wenigſten größere Sorgfalt lehren ſollen.“
„Kann Erfahrung eine Mutter gegen das Jammergeſchrei ihres hungernden Kindes verhärten,“ antwortete die verzweifelnde Abigail:—„nein, nein— das Ohr kann nicht taub ſeyn gegen ſolche Wehklage, und Weisheit iſt nicht beſſer als Thorheit, wenn das Herz blutet.“
„Lincoln, Du biſt ungütig in Deinem Schelten,“ fiel Cäcilie ein;—„laß uns lieber verſuchen, die Gefahr abzuwenden, als daß wir länger über deren Urſache ſtreiten.“
„Es iſt zu ſpät— zu ſpät,“ antwortete die troſtloſe Mutter: „ſeine Stunden ſind gezählt und der Tod iſt an ihm. Ich kann jetzt nur noch beten, daß Gott ſeinen Fluch aufhebe und den ſchei⸗ denden Geiſt ſeine Allmacht wieder erkennen laſſen möge.“
„Werft dieſe werthloſen Lumpen bei Seite,“ ſagte Cäcilie, während ſie liebreich verſuchte, ihr die Kleider aus der Hand zu
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